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ı.  Die  tonlosen  Verschlusslaute  p,  t,  k  werden
-  zu  tonlosen  Reibelauten  f,  th  (nach  engl.  Art  aus
zusprechen'),  ch  (in  ach,  doch),  später  h.  So
entspricht  griech.-lat.  pater  unser  Vater  (v  =  ff),
lat.  piscis  deutsch  Frsck,;  griech.  treis,  lat  tres
—  engl.  three  ‚drei‘;  griech.-lat.  mater  =  engl.
mother  ‚Mutter‘  lat.  celare  —  deutsch  Jeslen;
griech.  deka,  lat.  decem  =  deutsch  zehn.

2.  Die  tönenden  Verschlusslaute  b,  d,  g  werden
  zu  tonlosenp,  t,  k:  lat.  labor  „sinke‘“  —  engl.
sleep  ‚schlafe‘;  gr.  deka,  lat.  decem  =  engl.  ten
„zehn‘;  lat.  sedeo  =  eng].  sit  „sitzen“  gr.  agros,
lat.  ager  —  deutsch  Acker;  gr.  gonu  =  deutsch
Knie.

3.  Die  tönenden  Hauchlaute  bh,  dh,  gh  werden
  zu  tönenden  Reibelauten,  sodann  zu  tönenden
Verschlusslauten  b,  d,  g:  gr.  phegos,  lat.  fagus
—  deutsch  Buche;  lat.  nebula  =  Nebel;  gr.  erythros,
  ind.  rudhiras  =  engl.  red  ‚‚rot‘S  lat.  veho
(für  vegho)  „fahre“  =  deutsch  be-wegen.

4.  Die  tonlosen  Hauchlaute  ph,  th,  kh,  die
nur  noch  im  Indischen  erhalten  sind  und  deren
Vorhandensein  für  die  Ursprache  nicht  sicher  erwiesen
  ist,  werden  in  allen  anderen  indogerm.
Sprachen  wie  die  tonlosen  Verschlusslaute  (No.  ı)
behandelt:  ind.  khodas  =  got.  halts  „lahm“.

Wohl  sind  im  Laufe  der  Zeit  in  allen  indogerm.
  Sprachen  die  von  der  Ursprache  überkommenen
  Konsonanten  nicht  unverändert  erhalten  geblieben,
  wie  viele  der  vorstehenden  Beispiele  zeigen,

1  Dem  Hoch-  und  Niederdeutschen  ist  dieser  I,aut  verloren
gegangen,  an  seine  Stelle  tritt  d:  vergl.  engl.  three  =  drei;
engl,  brother  -.  hochdeutsch  Bruder,  s.  &amp;  7.