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doch  keine  von  ihnen  hat  eine  so  durchgreifende  .

“und  so  gesetzmässige  Wandelung  des  ursprünglichen
  Systems  erlitten  wie  das  Germanische.  Welches
  mag  wohl  die  Ursache  dieser  einschneidenden
Veränderung  gewesen  sein?  Eine  Vermutung,  die
aber  durch  gleichartige  Erscheinungen  in  verschiedenen
  Gegenden  gestützt  wird,  ist  folgende:  Man
nimmt  an,  dass  das  germ.  Urvolk  auf  dem  Zuge
in  seine  späteren  Wohnsitze  eine  Zeitlang  in  einem
Hochgebirge  (Karpaten?)  ansässig  gewesen  sei,  wo
durch  die  verstärkte  Atmungstätigkeit  auch  eine
Verschärfung  der  Sprechvorgänge  erfolgt  sei.  Dieselbe’
  Ursache  mag  vielleicht  auch  die  Zurückziehung
  des  Akzents  auf  die  Stammsilbe  bewirkt  haben.

Der  urgermanische  Konsonantismus  .umfasste
zum  Schlusse  folgende  Laute:

Stimmlose  Verschlusslaute:  p,  t,  k
Stimmlose  Reibelaute:  th,  ch,  s
Stimmhafte  Reibelaute:  b  (b),  d  (d),  g  (g),
Halbvokale:  w,  j,  Liquida:  r,  |,

Nasale:  m,  n.

Ausser  dem  Konsonantensystem  erlitt  das  indogermanische
  Vokalsystem  im  Urgermanischen  einige
Veränderungen.  So  wird  Ö  allgemein  zu  a:  gr.
lat.  octo  =  deutsch  acht;  oi  und  ou  demgemäss
zu  ai  und  au  —  neuhochdeutsch  ei,  au  :  altlat.
oinus,  später  ünus  =  got.  ains  „eins“;  a  wird  zu
o  :  lat.  fräter  =  engl.  brother;  ei  wird  I  :  gr.  steicho
—  ahd.  stigan  (got.  steigan,  ei  =  I)  „steigen“.
Daher  stellt  sich  das  urgerm.  Vokalsytem  folgendermassen
  dar:

Kurze  Vokale:  a,  e,  i,  u;
Lange  \Vokale:  a,  ®&amp;,  1,  0,  ü;
Diphthonge:  ai,  au,  cu.

Vokalsystem.
