somai  :  el&amp;loutha  :  &amp;luthon  „kommen“],  denen  im
Germanischen  folgende  Reihen  entsprechen:

1.  1  (got.  ei)  :ai:i

greipan  :  graip  :  gripum  :  gripans  „greifen“.

2.  eu  (got.  iu)  :au:u
biudan  :  bauth  :  budum  :  budans  „bieten“,

Ill.  Ferner  gab  es  einen  indogerm.  Ablaut
a:a:o(?),  der  im  Germ.  zu  4:0  werden  musste
(vgl.  gr.  phamen  :  phämi  :  phon&amp;,  zur  Wurzel  phä
„sprechen‘“):  got.  faran  :  für  :  firum  :  farans  ‚fahren‘.

Auch  in  Ableitungssilben  ist  der  Ablaut  im  Germ.
noch  nachweisbar;  dem  griech.  pheromen  :  pherete
entspricht  got.  bairam  :  bairith  ‚wir  tragen,  ihr
traget“;  man  vergleiche  ferner  die  Deklination:
sunus:  sunaus  (Nom.  Pl.)  :  suniw&amp;  (Gen.  Pl.)  „Sohn,
Söhne“  oder  anstim  :  anstais  (Gen.  Sing.)  :  ansteis
(Nom.  Pl.)  „Gunst“.

Der  indogerm.  Vokalismus  erlitt  im  Germ.  weitere
Veränderungen  durch  Angleichung  der  Vokale  derselben
  oder  benachbarter  Silben.  So  wird  indogerm.
ezuiim  Doppellaut  ei  -  germ.ı  (got.  ei  geschrieben,
s.  oben  und  Ablautsreihe  II,  ı),  aber  auch  vor  Nasal
mit  folgendem  Konsonant:  lat.  ventus  Wind;  ferner
vor  einem  ursprünglichen  Suffix  i  oder  j;  vgl.  Neffe:
Nichte  --.  lat.  nepos,  neptis.  Anderseits  werden  i
und  u  des  Stammes  durch  ein  a,  e  oder  0  der  folgenden
  Ableitungssilbe  zu  e  und  o  gebrochen  (nach
].  Grimms  Benennung):  idg.  viros  :  lat.  vir  :  deutsch
Wer-  (in  Wergeld)  „Mann“;  gr.  thygater  deutsch
Tochter,  altlat.  jugom  -:  deutsch  FocA.

Während  in  der  indogerm.  Grundsprache  der
Akzent  völlig  frei  war  und  auf  jede  Stamm-  wie  Vorund
  Endsilbe  fallen  konnte  (s.  die  Liste  S.  5),  worin

Ablaut  in
Suffixen.

I-Unlaut.

Brechung.

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