Das
Runen-Alphabet.



Schreibmaterial.



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sammen.  Es  leuchtet  ein,  dass  eine  „geheime
Rede“  durch  geschriebene  Zeichen  den  alten  Germanen
  ebenso  zauberhaft  erscheinen  musste,  wie
noch  heute  die  Schriftzeichen  manchen  kulturell
sehr  niedrig  stehenden  Völkern.  Haben  doch  die
Runen  bis  heutigen  Tages  etwas  Gieheimnisvolles
bewahrt,  obwohl  wir  über  ihre  Lesung  vollständig
im  Klaren  sind,  da  wir  nicht  weniger  als  drei  Denkmäler
  aus  sehr  alter  Zeit  (einen  Brakteat,  d.  h.  eine
dünne,  einseitig  geprägte  Goldscheibe  aus  Vadstena
  in  Schweden,  eine  Spange  aus  Charnay  in
der  Bourgogne  und  ein  kleines  Schwert  oder  Messer
aus  der  Themse)  mit  vollständigen  Runenalphabeten
  und  ausserdem  solche  Alphabete  in  mehreren
Handschriften  aus  jüngerer  Zeit,  die  teils  in  England,
  teils  auf  dem  Festland  aufgefunden  worden

‘sind,  besitzen.

Das  älteste  Runenalphabet  besass  24  Zeichen
und  wird  nach  den  ersten  5  Runen  als  ‚„Futhark“‘
bezeichnet.  Es  beginnt  also:

F-F,[\-U,  P-[Th  (engl.  Aussprache),
F-ARk-R,&lt;-K,u.  s  w.

Jede  Rune  hat  ihren  besonderen  Namen:
V  heisst  fehu  „Vieh“,  K  heisst  reid  „Reise‘,  N  heisst
hagl  „Hagel“  u.  s.  w.

Die  Anordnung  der  Runen  ist  durchaus  germanischen
  Ursprungs.  Die  Richtung  der  Schriftzüge
war  ursprünglich  von  links  nach  rechts,  doch  kommen
  später  in  nordischen  Inschriften  auch  von
rechts  nach  links  zu  lesende  Zeilen  und  beide
Richtungen  sogar  vermischt  vor.

Das  Material,  auf  das  man  die  Runen  einritzte,
war  Holz,  Stein,  Metall  oder  Horn.  Vorzugsweise