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„schonte‘“  zu  parco.  Auch  die  Deklination  hat  noch
vollere  Endungen  als  die  älteste  Stufe  des  Deutschen,

das  Althochdeutsche;.  man  vergleiche  mit  den  ahd.
Formen  in  $  8:  got.  Sing.  Nom.  dags  „Tag“,  Gen.

dagis,  Dat.  daga,  Acc.  dag;  Plur.  Nom.  dagos,  Gen.

dage,  Dat.  dagam,  Acc.  dagans.  Der  folgende  Got.  Text-Text
  möge  den  Lesern  eine  Probe  der  gotischen  Probe.
Sprache  bieten;  es  ist  der  Anfang  des  Kap.  8  aus

dem  Matthäusevangelium:

.   „.Dalath  than  atgaggandin  imma  af  fairgunja,
laistidedun  afar  imma  iumjons  managos.  lah  sai  manna
thrutsfill  habands  durinnands  invait  ina  qithands:
frauja,  jabai  vileis,  magt  mik  gahrainjan.  Jah  ufrakjands

handu  attaitok  imma  githands  :viljau,  wairth  hrains.

Iah  suns  hrain  warth  thata  thrutsfill  is.

In  wortgetreuer  deutscher  Uebersetzung:  Zu  Tal
dann  (dem)  hinabgehenden  ihm  vom  Berge,  folgten
nach  ihm  Mengen  viele.  Und  sieh!  (ein)  Mann  Aussatz
  habend  hinzulaufend  verehrte  ihn  sagend  :  Herr,
wenn  (du)  willst,  magst  (du)  mich  reinigen  Und
aufhebend  (die)  Hand  rührte  (er)  ihn  (an)  sagend:
(Ich)  will,  werde  rein.  Und  bald  rein  ward  der  Aüssatz
  sein.  |

Auf  der  beigegebenen  Tafel  III  sehen  wir  die
verkleinerte  Nachbildung  einer  Seite  des  sog.  Codex
argenteus,  einer  Prachthandschrift,  auf  Purpurpergament
  mit  silberner,  vereinzelt  auch  goldner  Schrift
in  Italien  um  das  Jahr  500  n.  Chr.  geschrieben.  Sie
ist  die  Hauptquelle  für  unsere  Kenntnis  des  Gotischen
und  befindet  sich  jetzt  auf  der  Universitätsbibliothek
zu  Upsala  in  Schweden  (seit  1669),  vorher  war  sie
im  Kloster  Werden  und  in  Prag.

Die  obigen  Zeilen  sowie  der  'l’ext  auf  Tafel  Ill
werden  genügen,  um  die  Klangfülle  des  Gotischen