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mit  seinen  vollen  Endungsvokalen  gegenüber  den
verblassten  Nebensilben  und  vielfach  umgestalteten
Vokalen  der  Stammsilben  in  den  heutigen  germ.
Sprachen  hervortreten  zu  lassen.  Es  ist  ein  tragisches
Geschick,  dass  sowohl  Ost-  wie  Westgoten  so  früh
vom  Schauplatz  der  Geschichte  verschwinden  mussten,
und  dass  auch  aus  der  Zeit  ihrer  politischen  Blüte
(6.—7.  Jahrhundert)  infolge  der  alles  Fremde  erdrückenden,
  überlegenen  römischen  Sprache  und
Kultur  kein  nennenswertes  Denkmal  ihrer  Sprache
erhalten  blieb.  Nur  dürftige  Spuren,  Eigennamen
in  Urkunden  und  einige  Worte  aus  der  Sprache  der
bis  ins  16.  Jahrhundert  noch  nachzuweisenden  Gotenreste
  (oder  eher  Herulerreste?)  auf  der  Halbinsel
Krim  (Südrussland),  geben  uns  Kunde  von  dem
Weiterleben  der  gotischen  Sprache  nach  der  Zeit
des  grossen  Ulfilas.