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dem  Gotischen  gegenüber  eine  gewisse  Härte  des
konsonantischen  Gerippes  der  Wörter  zutage  durch
zahlreiche  Doppelkonsonanten:  pp,  tt,  kk,  bb,  dd,
gg;  engl.  copper  aus  lat.  cuprum  ‚Kupfer‘,  ahd.
bittar  --  got.  bitrs  „bitter“,  and.  huggen  —  got.  hugjan
„denken“,  hella  -got.  halja  ‚,  Hölle“,  and.  accar  -got.
akrs  „Acker“,  ackus  got.  ägizi  „Axt“  (q  --  kw),
recken  =  got.  rakjan  ‚rechnen‘.  So  entstanden
Doppelformen  aus  demselben  Wortstamm,  die  bis  ins
Nhd.  fortdauern:  Zag—  Hecke,  Knabe—  Knappe,  wachen
—  wecken  (got.  -  wakjan),  schaffen—  schöpfen  u.v.a.
Diese  ganze  Entwicklung  fällt  noch  vor  den  Beginn
  der  Völkerwanderung,  durch  die  das  germanische
  Idiom  eine,  freilich  nur  kurzlebige,  weite  Verbreitung
  erhält:  in  Nord-  und  Südfrankreich,  in
Spanien  und  Italien,  in  England  ertönen  jahrhundertelang
  neben  den  einheimischen  romanischen  und  keltischen
  Sprachen  germanische  Laute.  Da  aber  spätestens
  um  800  ungefähr  diese  vorgeschobenen  Posten
der  deutschen  Sprache  in  Süd-  und  Westeuropa
verschwunden  sind,  so  ist  die  letztere  daselbst  unmittelbare
  Nachbarin  des  Romanischen  geworden
und  bis  auf  den  heutigen  Tag  geblieben.  In  der
weitesten  Auffassung  (Niederländisch  und  Vlämisch
einbegriffen)  umfasste  das  Deutsche  damals  ein  Gebiet,
  dessen  Grenzen  etwa  durch  die  heutigen  Orte
Dünkirchen,  Brüssel,  Malmedy,  Metz,  weiter  durch
die  Vogesen,  den  Jura  und  die  Alpen  bezeichnet
wurden.  Im  Osten  bildete  die  Elbe,  die  Saale,  der
Böhmerwald  und  die  Enns  die  Grenze;  jenseits  hatten
Slaven  die  von  den  Germanen  verlassenen  Gebiete
besetzt  und  sich  vielfach  noch  westlich  der  Elbe
eingedrängt.  Im  Norden  endlich  lag  die  Grenze
zwischen  Deutsch  und  Dänisch  an  der  Eider.

Grenzen
der
deutschen
Sprache,