Ausdehnung

des
Hochdeutschen.


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Diese  beiden  Gruppen  bezeichnet  man  später
als  die  westlichen  mitteldeutschen  Mundarten;
die  östlichen  sind  in  ahd.  Zeit  noch  nicht  vorhanden
oder  noch  nicht  literarisch  bezeugt.  Es  sind  dies:

7.  das  Schlesische  und

8.  das  Obersächsische  und  Thüringische,  die
anlautendes  p  zu  f  verschieben.

Näheres  über  die  heutigen  deutschen  Mundarten
siehe  in  $  28.

Da  die  beiden  letzten  Gruppen  für  die  älteste
Zeit  noch  nicht  in  Betracht  kommen  (s.  $  ı2),  so
war  die  räumliche  Ausdehnung  des  Althochdeutschen
  geringer  als  die  des  späteren  Hochdeutsch.
Zwar  hat  dieses  Gebiet  im  Westen  und  Süden  durch
das  Vordringen  der  romanischen  Sprachen  im  Laufe
der  Geschichte  kleine  Einbussen  erlitten,  dafür  aber
hat  sich  das  Hochdeutsche  seit  dem  8.  Jahrhundert
  ununterbrochen  nach  Osten  und  Norden  ausgedehnt
  zum  Teil  auf  Kosten  des  Niederdeutschen,
das  in  beständigem  Zurückweichen  begriffen  ist;
manche  Orte  zwischen  Weser  und  Saale,  die  in
mittelhochdeutscher  Zeit  noch  in  niederdeutsches
Gebiet  fielen,  wenden  sich  durch  den  überwiegenden
  Einfluss  der  hochdeutschen  Schriftsprache  zu
Anfang  der  neuhochdeutchen  Zeit  vom  Niederdeutschen
  ab.  Im  Osten  wurden  weite,  von  den  Slaven
besetzte  Gebiete  seit  Karls  des  Grossen  Zeit  zurückerobert,
  ebenso  das  von  den  Avaren  eingenommene
Land  östlich  der  Enns,  das  von  Baiern  besiedelt
wurde,  die  alte  O)stmark,  das  heutige  Oesterreich.
Fränkische  Ansiedler  dringen  nach  Böhmen  ein;
sächsische  überschreiten  die  Elbe,  verstärkt  durch
mitteldeutsche  Auswanderer.  Auch  im  Norden  drang