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die  deutsche  Sprache  über  die  Eider  hinaus  vor,  infolge
  der  Siege  Karls  des  Grossen  über  die  Dänen.

Die  Ansiedlertätigkeit  im  Osten  fällt  grösstenteils
  ausserhalb  der  Zeit,  die  wir  zunächst  zu  betrachten
  vorhaben,  der  althochdeutschen  Periode  un-Zeitliche


Begrenzung
  des
Althochserer

  Sprachgeschichte.  Diese  Periode  beginnt  mit  deutschen.

dem  ersten  Auftauchen  literarischer  Denkmäler  im
8.  Jahrhundert  und  reicht  bis  zum  Ende  des  Iı.
Jahrhunderts.  In  dieser  Zeit  tritt  uns  auch  zum
erstenmal  das  Wort  „deutsch“  als  Benennung  unserer
  Muttersprache  entgegen  und  zwar  zuerst  in
lat.  Quellen  als  theotiscus  —=  althochd.  diutisc,  abgeleitet
  von  Diot  ‚Volk‘  ‚deutsch‘  bedeutet  ursprünglich
  also  „Volkssprache‘“  im  Gegensatz  zum
gelehrten  Latein.

$  6.
Sprachquellen  der  althochdeutschen  Zeit.

Woher  kennen  wir  die  erwähnten  Dialekte  des
Althochdeutschen  ?  wird  sich  mancher  Leser  fragen.
Die  Antwort  lautet:  Es  stehen  uns  mehrere  Quellen,
ausschliesslich  Handschriften,  zur  Verfügung.  Zunächst
  die  Ueberreste  poetischer  und  prosaischer
Werke;  ferner  die  sog.  Glossarien,  d.  h.  Wörter-  und
Sätzesammlungen,  die  zum  Gebrauch  bei  der  Erlernung
  einer  fremden,  meist  der  lat.  Sprache  bestimmt
  waren  und  das  betr.  lat.  Wort  in  ahd.  Uebersetzung
  wiedergeben,  oft  in  der  Form  sog.  Interlinearversionen,
  d.  h.  unter  oder  über  einer  Zeile  in  lat.
Sprache  steht  die  Uebersetzung  in  ahd.  Sprache;
endlich  die  Eigennamen  in  lat.  Schriftwerken,  Urkunden,
  Gesetzessammlungen  u.  s.  w.

“  Das  Wort
„Deutsch*,