Zeit  durch  e  bezeichnet;  daher  kommt  es,  dass
wir  noch  heute  Wörter  wie  alt  —  Litern,  bass
(z.  B.  in  fürbass)  —  besser,  Adel  —  edel  usw.
nebeneinander  finden.  Man  vergleiche  auch  ahd.
ende  —  got.  andeis,  erbe  =  got.  arbi,  denken
—=  got.  thagkjan,  bezziro  =  got.  batiza;  auch  in
Fremdwörtern:  kelih  aus  lat.  calix,  ketina  aus  catöna.
Gewisse  Konsonantenverbindungen  schränken  die
Wirkung  des  Umlauts  ein:  giwalt  —  giwaltig  „Gewalt
  —  gewaltig“,  daneben  ahd.  giweltig;  maht  —
pl.  mahti  „Macht  —  Mächte“,  mahtic  ‚mächtig‘  usw.

Nach  dem  Eintreten  des  Umlauts  und  sonstiger
lautgesetzlichen  Veränderungen  ist  der  Vokalbestand
  des  Althochdeutschen  der  folgende:  Einfache
Vokale:  a,  a,  e  (als  Umlaut  von  a),  e  (als  &amp;  bezeichnet,

  offen,  —  indogerm.  e),  &amp;,  i,  i,  0,  0,  u,
u;  Doppellaute:  ei  (für  älteres  ai),  ie  (aus  geschlossenem
  e),  iu  (für  älteres  eo  —=  germ.  eu),

u  (für  älteres  au),  uo  (für  älteres  6).  Beispiele:
a  in  fater,  a  insläfan  (schlafen),  e  in  gesti  (Gäste),
&amp;  in  näman  (nehmen),  e  in  mero  (mehr),  i  in  bist,
1  in  rihhi  (Reich),  o  in  boto  (Bote),  o  in  höh  (hoch),
u  in  sculdi  (Schuld,  u  in  brüt  (Braut),  ei  in  stein,  ie
in  brief,  iu  in  hiutu  (heute),  ou  in  houbit  (Haupt).

Soweit  diese  Vokale  und  Diphthonge  nicht  den  Neue  Vourgerm.
  Lauten  entsprechen,  wie  ä,  &amp;,  ij,  i,  6,  u,ü,  Kate  im
ist  folgendes  über  ihre  Entstehung  zu  bemerken:

a  hat  doppelten  Ursprung  ı.  —  urgerm.  an  in
dähta  „dachte“  zu  denken  (got.  thankjan),
2.  =  urgerm.  &amp;  in  läzen  ‚lassen‘  —:  got.  lötan,
jär  =  got.  jers.  e  und  ©  entstanden  aus  urgerm.
ai  vor  h,  r,  w  in  m&amp;ro  —  got.  maiza  und  au  vor
h,  r,  1  und  allen  Dentalen:  höh  --  got.  hauhs,  röt

-  got.  rauths.  Sonstige  urgerm.  ai  und  au  werden