Schwache
Zeitwörter.


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Den  wenigen  reduplizierenden  Zeitwörtern  des
Gotischen  entsprechen  im  Althochdeutschen  Zeitwörter
  mit  dem  Vokal  &amp;,  später  ea,  ia,  ie  im  Präteritum.


IV.  haltan  „halten“  :  hielt  :  hieltum  :  gihaltan.

Der  Stammvokal  des  Präsens  ist  verschieden;
wir  finden  a,  4,  ou,  ö,  uo,  die  drei  letzteren  erhielten
  ursprünglich  im  Präteritum  den  Diphthong
eo,  io,  zuletzt  aber  auch  ie.

Im  übrigen  ist  die  Reduplikation,  die  auch  zur
Bildung  zahlreicher  Präsensstämme  im  Indogermanischen
  diente,  im  Germanischen  bis  auf  wenige
erstarrte  Ueberreste  ausgestorben  (wie  ahd.  bib&amp;m
„bebe‘“  =  altind.  redupl.  Präsens  bibh@mi),  ebenso
wie  die  vielen  andern  Präsensbildungen  der  Ursprache.
  Nur  eine  ist  im  Germanischen  lebendig
geblieben,  nämlich  die  Ableitung  mittels  der  Endung
-ja-  vom  Perfektstamm  der  starken  Zeitwörter,  z.B.
got.  satjan  „setzen‘  von  sitan,  Perf.  sat  „sitzen“.
Diese  sog.  schwachen  Zeitwörter  bilden  das  Perfekt
mit  der  Endung  -ta  und  das  Mittelwort  auf  -it.  Das
j  (i)  der  Ableitungssilbe  hat  überall  Umlaut  bewirkt;
nur  im  Präteritum  der  Stämme  mit  langem  Wurzelvokal
  ist  es  durch  Synkope  früh  ausgefallen;  hier
fehlt  also  auch  der  Umlaut.  Man  vergleiche:

Gegenwart:
Sing.  zellu  „ich  zähle‘  X  Sirg.  suochu  „ich  suche“
zelis  suochis
zelit  suochit
Plur.  zellemä&amp;s  Plur.  suochemäs
zellet  suochet

zellent  suochent