Suffix
«chen.

Ursprüng!.
selbständige

Wötter  als
Suffixe.

Suffix  -heit.

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lein‘“  mit  Umlaut;  daneben  ist  eine  alte  Nebenform
auf  -li  vorhanden,  die  im  Neuhochdeutschen  als
-el  (in  ober-  und  mitteldeutschen  Mundarten  als
-le)  fortlebt:  ahd.  gi-buntili  „Bündel“,  ahd.  farheli
„Ferkel“,  dermel  von  Arm.  Verbreiteter  als  -lein  ist
im  Neuhochdeutschen,  besonders  in  der  Prosa,  das
Sufix  -chen,  das  aber  in  alter-  Zeit  in  der  Form
-ken  wesentlich  dem  Niederdeutschen  zukommt;  in
der  Form  -elchen  erscheinen  beide  Suffixe  vereint
  auf  mitteldeutschem  Boden:  Düchelchen,  Wägelchen
  u.  a.  |

Neben  den  altüberkommenen,  aber  wenig  lebensfähigen
  Suffixen  und  den  jüngeren,  grösstenteils
noch  heute  fruchtbaren  Bildungssilben  des  Germanischen
  tritt  in  geschichtlicher  Zeit  eine  neue  Art

‚der  Wortbildung  auf,  die  von  einer  ursprünglichen

Nebeneinanderstellung  zweier  Hauptwörter  im  L.aufe
der  Zeit  vollständig  zur  suffixalen  Bildungsart  herabgesunken
  ist.  Es  sind  das  die  Hauptwörter  auf
-heit,  -schaft,  -tum  (und  die  Eigenschaftswörter
auf  -lich,  worüber  weiter  unten).

In  allen  alten  germanischen  Dialekten  ist  das
Wort  got.  haidus,  ahd.  mhd.  heit  „Art  und  Weise“
(ursprünglich  „Glanz‘‘)  lebendig,  während  wir  heute
nur  noch  das  aus  derselben  Wurzel  abgeleitete  Eigenschaftswort
  Zezfer  kennen.  Früh  schon  ist  es  in  den
westgermanischen  Sprachen  zur  Bildung  von  Abstrakten
  verwendet  worden,  indem  es  entweder  an
Substantive  trat  wie  Gof/heit  (eig.  Gott-Beschaftenheit),
  Aindheit,  Torheit  u.  s.  w.,  viel  häufiger  aber
zu  Adjektiven  wie  Freiheit  (=  freie  Beschaffenheit),
Schönheit,  besonders  zu  solchen  auf  -ag,  -ig,  wie
ahd.  Ewig-heit,  frumic-heit  „Frömmigkeit“  u.  s.  w.
Indem  nun  im  mhd.  das  7  der  Endung  schwand,