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ahd:  nhd.  Aez/  u.s.w.;  -r  in  Örffer,  sauer,  -min  arm,
warm;  -n  in  braun,  eben;  -t  in  alt,  kalt,  laut;  -ht  in
töricht  u.  a.m.  Lebendig  bleiben  manche  Suffixe,

Lebendig

die  aus  einem  Vokal  und  einem  oder  mehreren  Kon-  *ebliebene

sonanten  bestehen:  ahd.  in  zur  Bildung  von  stoffbezeichnenden
  Adjektiven,  z.  B.  eichin  „eichen‘,
kupfarin  „kupfern“;  -ag  und  -ig  in  /istıg,  ahd.  bluotag
  „blutig“,  besonders  beliebt  inZusammenbildungen,
z.  B.  zweijährig,  dreitägig,  gutwillig,  -isch  in  ahd.
diutisc  „deutsch“,  heimisch,  neidisch,  fränkisch.
Gleichwie  bei  den  Hauptwörtern  finden  sich
auch  bei  den  Figenschaftswörtern  ursprünglich
selbständige  Wörter  als  zweite  Bestandteile  einer
Zusammensetzung.  Das  häufigste  dieser  Suffixe  ist
-lich,  ursprünglich  ein  Substantiv:  got.  leik,  ahd.
mhd.  lich  ‚Leib‘,  nhd.  Zerck-nam.  In  alter  Sprache
tritt  -lich  häufig  an  Hauptwörter,  Eigenschaftswörter
  und  Mittelwörter:  ahd.  brütlih  ‚‚bräutlich“
eig.  nach  Art  einer  Braut,!'  mhd.  arbeitlich  ‚„mühselig‘,
  ahd.  armalih  „ärmlich‘“,  wesentlih  (wesent
ist  Part.  Praes.  zu  sein,  St.  wes-  in  gewesen)
„wesentlich“,  und  zahlreiche  andere.  In  späterer
Zeit  tritt  -lich  auch  häufiger  an  Verbalstämme,  wogegen
  die  Bildungen  mit  Substantiven  zurücktreten;
nhd.  gederhlich,  sterblich,  undenklich  usw.  Ueberhaupt
  ist  die  Verwendung  des  Suffixes  -lich  schon
im  Ahd.  eine  so  mannigfaltige,  dass  wir  hier  nicht
auf  alle  Arten  seines  Gebrauchs  eingehen  können.
Nur  eine  wollen  wir  noch  erwähnen,  die  Bildung
von  Umstandswörtern  mit  -lich,  ahd.  -licho  von
Eigenschaftswörtern,  eine  Bildungsweise,  die  besonders
  im  Mhd.  (und  Englischen,  auf  -Iy,  z.  B.  truly

I  Brautgestalt  habend  ;  vgl.  nhd.  Rotrock,  Blaujacke  u.s.  w

Suffixe,

Suffix‘-lich.

Adverbia
auf  -lich.