Adverbia
auf  -D.

Suffix  -sam.

Suffix  -bar.

Suffix  -haft.

Zusammen
setzungen

mit
Präfixen,

_.  64  —

von  true  „wahr‘“)  um  sich  greift,  während  das  Nhd.
diesen  Gebrauch  bis  auf  einzelne  Reste  wieder  hat
fallen  lassen,  vgl.  /redlich,  höchlich,  klärlich,  weislich
u.  a.  Sonst  bildete  das  Ahd.  Adverbien  von  Adjektiven
  auf  -ö  (s.  $  8,  S.  49):  harto  (ohne  Umlaut)
  zu  herti  „hart‘,  mhd.  suoze  zu  süeze  „süss“.
Heute  ist  auch  dieser  Unterschied  ausgewischt;;  das
Eigenschaftswort  wird  ohne  Beugungsendung  als
Umstandswort  gebraucht.  |

Neben  dem  Suffix  -lich,  das  substantivischen
Ursprungs  ist,  finden  wir  zur  Bildung  von  Eigenschaftswörtern
  auch  Endungen  adjektivischen  Ursprungs:
  -sam,  -bar,  und  -haft.  Ersteres  ist  ein
Adjektivstamm,  der  in  got.  ahd.  sama  „selbe“  steckt,
und  verbindet  sich  mit  Substantiven,  Adjektiven
und  Verben:  ahd.  arbeitsam  (=  der  Arbeit  entsprechend)
  „mühevoll“,  liubsam  „angenehm“  (Adjektivzusammensetzung),
  hörsam  „gehorsam‘“  (Verbalzusammensetzung).
  -dar  lautet  im  ahd.  -bäri
und  erscheint  als  selbständiges  Wort  in  vnbäri
„unfruchtbar‘“  zur  Wurzel  ber-  ‚tragen‘;  also  bedeutet
  dankbar  eig.  „Danktragend“,  ofendar  „sich
offen  tragend“  usw.  Das  dritte  Suffix  -Akaft  ist
eigentlich  ein  Mittelwort  der  Vergangenheit  und
entspricht  buchstäblich  dem  lat.  captus  =  ahd.
haft  —=  gefesselt;  die  passive  Bedeutung  geht
dann  in  Zusammensetzungen  häufig  in  die  aktive
über.  Also  bedeutet  erzs/haft  eig.  durch  Ernst  gebunden
  (passivisch),  aber  siegkaft  den  Sieg  haltend
  (aktivisch).  Alle  drei  letztgenannten  Endungen
sind  bis  ins  Neuhochdeutsche  lebenskräftig  geblieben.

Unter  den  Vorsilben,  die  zur  Bildung  zusammengesetzter
  Hauptwörter  und  Adjektive  dienen,  spielen
  schon  im  Althochdeutschen  die  Verhältniswörter