Umilaut.

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und  Abschleifung  der  letzteren  unvermeidlich  geworden,
  So  ist  beim  ahd.  Dativ  Pluralis  tagum,
tagom,  tagun,  tagon  die  Mannigfaltigkeit  der  Foren
verschwunden,  einförmiges  tagen  entspricht  ihnen.
Das  Althochdeutsche  unterschied  die  Nom.  Plur.
taga  (a-Dekl.)  und  gesti  (i-Dekl.);  das  Mittelhochdeutsche
  lässt  sie  zusammenfallen:  tage  —  geste.
Ahd.  lembir  wird  mhd.  lember,  ahd.  geböno  zu  mhd.
geben,  ahd.  zungün  zu  mhd.  zungen.  Ebenso  werden
  dic  volltönenden  Vokale  bei  der  Adjektivdeklination
  geschwächt,  kurze  Vokale  am  Schlusse  zweisilbiger
  Endungen  abgestreift;  nur  die  Endung  -iu
im  Nom.  Sing.  Fem.  und  Nom.  Plur.  Neutr.  hält  sich
im  Mittelhochdeutschen.  Aus  dem  Dativ  Sing.  blintemu
  wird  blindem(e),  aus  dem  Nom.  Plur.  Fem.
blinto  wird  blinde,  Nom.  Neutr.  Sing.  blintaz  wird
blindez;  allein  blintiu  bleibt  als  blindiu  bestehen.
Auch  dem  Verbum  ergeht  es  so:  nimu  „ich  nehme“
heisst  jetzt  nime,  nämum  „wir  nahmen“  wird  nämen.
Im  Mittelwort  der  Vergangenheit  wird  ginoman  zu
genomen.  Das  Althochdeutsche  erhielt  durch  die
Entwicklung  mannigfacher  Sekundärvokale  in  Stammsilben
  eine  noch  buntere  Färbung;  im  Mittelhochdeutschen
  sind  sie  ebenfalls  zu  e  geschwächt  oder
wieder  ganz  untergegangen,  man  vergleiche  ahd.
weralt,  werolt  mit  mhd.  werelt,  werlt  ‚Welt‘,  ahd.
beraht  mit  mhd.  berht  „glänzend“,  ahd.  garawo,  garawer
  mit  mhd.  gare,  garwer  ‚var‘,  ahd.  falo,  falawer
  mit  mhd.  val,  valwer  „fahl“.

Der  Umlaut  dagegen,  zu  dem  wir  in  althochdeutscher
  Zeit  erst  die  Ansätze  finden  und  der  kaum
über  die  Verwandlung  von  a  zu  e  vor  i  (j)  der
folgenden  Silbe,  wenigstens  in  der  schriftlichen  Wiedergabe,
  fortschreitet,  erfasst  nun  auch  die  dunk-