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eingedrungen.  Erst  der  letzte  Sachsenkaiser  Heinrich
  1I.  gewann  sie  für  deutsches  Wesen  und  deutsche
  Sprache,  als  er  zur  Bekehrung  der  noch  heidnischen
  Bewohner  dieser  Gegend  das  Bistum  Bamberg
  gründete  (1007).  Wenn  er  auch  damit  vorwiegend
  kirchliche  Zwecke  verfolgte,  so  hat  doch
die  Gründung  und  Pflege  dieses  Bistums  der  deutschen
  Sprache  mächtigen  Vorschub  geleistet.  Von
Oberfranken  aus  schiebt  sich  alsdann  mit  deutschen
Ansiedlern  auch  die  deutsche  Sprache  nach  und
nach  tiefer  in  Böhmen  ein,  dem  Lauf  der  Eger
folgend;  bald  überschwemmen  deutsche  Einwanderer
  Böhmen,  besonders  gegen  Ende  des  13.  Jahrhunderts,
  wo  Rudolf  von  Habsburg  seinen  entscheidenden
  Sieg  über  Ottokar  von  Böhmen  (1278)  erficht.
  Im  14.  Jahrhundert,  als  die  Luxemburger
auf  dem  deutschen  Kaiserthron  sitzen  und  in  Prag
residieren,  hat  Böhmen  das  Aussehen  eines  deutschen
  Landes  angenommen;  im  Jahre  1348  wird
in  Prag  die  erste  deutsche  Universität  von  Karl  IV.
gegründet.  Erst  durch  die  Hussitenbewegung
(1419—  1434)  im  folgenden  Jahrhundert  gewann
das  tschechische  Element  wieder  die  Vorhand,  und
seitdem  hat  die  deutsche  Sprache  immer  weiter  zurückweichen
  müssen  und  behauptet  heute  nur  mit
Mühe  ihr  spärliches  Gebiet  an  der  Nord-  und  Westgrenze
  Böhmens.

Andere  Gebiete  aber,  deren  Neuerwerbung  in
dieselbe  Zeit  fällt,  blieben  dem  Deutschtum  dauernd
erhalten.  Schon  Karl  der  Grosse  hat  die  Ansiedlung
  deutscher  Kolonisten  im  Osten  des  Reiches
auf  dem  Gebiet  der  besiegten  Slavenstämme  begonnen;
  die  Ottonen  haben  sie  verstärkt,  aber  in
den  Wirren  des  Investiturstreits  im  ıı.  Jahrhundert

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Böhmen.

Schlesien.