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In  gottes  namen  amen.  Wir  Rudolf  von  gottes
genaden  römscher  kunic  und  ein  merer  des  riches
tün  .kunt  allen  den  die  disen  brief  sehent  oder
horent  lesen,  da;  wir  haben  gescheiden  (versöhnt)
unser  lieben  vürsten  Wernheren  der  (!)  erzebischof
von  Megencze  und  Heinrichen  den  lantgraven  von
Hessen  mit  ir  beider  gunst  und  willen  ....  Sie
schliesst:  Dise  süne  (Sühne)  wart  gemachet  und
dirre  (dieser)  brif  geschriben  ze  megencze  (Mainz)
des  sammestages  (Samstags)  vor  sante  Simonis
.  0...  do  von  gottes  geburte  waren  tusend  iar,
zweihundert  iar  und  driu  und  achtzek  iar,  in  dem
zehenden  iare  unseres  kunecriches.

Der  bairische  Landfriede,  gegeben  zu  Regensburg
  und  datiert  vom  6.  Juli  1281,  verrät  dagegen
deutlich  den  oberdeutschen  Schreiber.  Er  lautet
zu  Anfang  und  zu  Schluss:  Wir  Rudolf  von  gotes
gnaden  Römischaer  chunig  und  immer  meraer  des
ryches  tün  allen  den  chunt  di  disen  prief  ansehent
und  hörent  daz  nach  unserm  gebot  gesworn  habent
  unser  lieb  fürsten  Ludwich  (!)  und  Hainrich
pfalzgraven  von  Ryn  und  herzogen  ze  Baiern  .  .  .
und  welln  und  gebieten  auch,  daz  die  bischöf  di
züu  dem  .-lant  ze  Baiern  gehörent  .  .  .  .  sweren  disen
  lantzfrid  bis  ze  den  Winachten  di  nu  chompt
von  danne  uber  driu  iar.....  Dirre  vrid  ist  gestaetiget
  und  gesworn  da  ze  Regenspurch  von  do
unsers  herrn  geburt  was  zwelf  hundert  iar  und  aines
und  achtzk  iar.  (Die  fettgedruckten  Laute  sind
oberdeutsch.)  S.  den  Abdruck  einer  Urkunde  auf
Tafel  V.

Wir  sehen  also,  dass  gegen  das  Ende  des  13.
Jahrhunderts  die  deutsche  Urkunde  nicht  mehr  selten
  ist,  aber  Jdie  Sprache  ist  noch  weit  von  der

Landfriede.
