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der  Anfang  des  ı3.  Jahrhunderts.  Das  höfische  Höfisches
Epos  erreicht  seine  höchste  Vollendung:  Heinrich  EP
von  Veldeke  dichtet  seine  Zneide  (Sage  von  Aeneas);
Hartmann  von  Aue  seinen  Zrec  und  /wein  (aus  der
Artussage),  den  (regorius  und  armen  Heinrich  (legendarische
  Stoffe);  Ulrich  von  Zatzikhoven  den
Lanzelet  (ebenfalls  aus  der  Artussage).  Der  ernsteste
Vertreter  des  höfischen  Epos  ist  Wolfram  von  Eschenbach,

  der  Verfasser  des  Parzival  und  des  Ziturel

(aus  der  Gralsage);  dem  heiteren  Lebensgenuss
widmet  sich  (ro/ffried  von  Strassburg  in  seiner  Dichtung

  Zristan.  Die  Nachfolger  der  genannten  grossen
Dichter  halten  sich  nicht  auf  der  gleichen  Höhe,

wenn  auch  die  literarische  Produktion  eine  lebhaftere
  wird:  Wirnt  von  Gravenberg  dichtet  den
Wigalois,  Konrad  Fleck  verfasst  Flore  und  Blanscheflur,

  Rudolf  von  Ems  behandelt  legendarische  Stoffe

und  Äonrad  von  Würzburg  unter  anderem  die  Sagen

von  Otto  mit  dem  Bart  und  vom  frojanischen  Krieg.

Einer  der  fruchtbarsten  Dichter  der  ı.  Hälfte  des

13.  Jahrhunderts  ist  der  S/ricker,  ein  Oesterreicher,

der  z.  B.  das  Kolandslied  neu  bearbeitet.  Neben.
diesen  höfischen  Stoffen  nach  französischem  Muster

läuft  eine  volksmässige  Dichtung.  Ihre  hervor-  Volksepos.
ragendsten  Schöpfungen  sind  das  .Videlungenlied,  das

in  verschiedenen  Fassungen  überliefert  ist,  während

das  Lied  von  Gudrun  nur  in  einer  späten  Handschrift
  erhalten  ist.  Die  Dietrichssage  ist  durch
verschiedene  Dichtungen  vertreten:  Diefrichs  Flucht,

die  Rabenschlacht,  Laurin,  Ortnit,  Wolfdietrich  u.  s.w.

Die  lyrische  Dichtung  ist  in  diesem  Zeitraum  durch  T;yrik.
IMalter  von  der  Vogelweide  vertreten;  vor  und  nach

ihm  sind  Remmar  der  Alte,  Neidhart  von  Reuenlal,
Ulrich  won  Lichtenstein,  der  /annhänser,  Reinmar