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Die  fortgeschrittene  Entwicklung  der  Sprache
ist  unverkennbar,  die  Abschwächung  der  Endungen
zu  e  ist  vollzogen,  aber  der  Dichter  ist  noch  in
seiner  Mundart  befangen;  mitteldeutsch  sind  Formen
wie  trüc,  brüder,  müter  für  hochdeutsches
truoc,  bruoder,  muoter,  hete  für  häte  —  habete
„hatte“,  hiz  für  hiez.  Diese  Abhängigkeit  von  dem
angestammten  Dialekt  wird  im  Laufe  des  ı2.  Jahrhunderts
  von  den  Klassikern  der  Blüteperiode  überwunden.
  Wiederum  70  Jahre  später,  um  1200,
sehen  wir  die  mittelhochdeutsche  Dichtersprache
auf  ihrer  Höhe,  fast  frei  von  mundartlichen  Beimischungen,
  wie  eine  Anzahl  Verse  aus  dem  armen  Arme

Heinrich  des  Hartmann  von  Aue  uns  zeigen  möge:  '  Heinrich

Ein  ritter  sö  gel&amp;ret  was  Hartmann

daz  er  an  den  buochen!  las  von  Aue.
swaz?  er  dar  an  geschriben  vant.
der  was  Hartman  genant.
dienstman  was  er  ze  Ouwe.  ....
Er  las  diz  selbe  maere,’

wie  ein  herre  waere

ze  Swäben  gesezzen;

an  dem  enwas'  vergezzen
deheine”  der  tugende

die  ein  ritter  in  siner  jugende

ze  vollem  lobe  haben  sol.

Aufgebaut  nach  den  Mustern  der  klassischen
Dichter  hält  sich  die  poetische  Sprache  in  ihrer  Vollkommenheit
  lange  Zeit,  wohl  ein  und  ein  halbes  Jahrhundert,
  bei  den  guten  Schriftstellern.  Daneben  hat
aber  die  prosaische  Sprache  ihre  eigne  Entwicklung,

!  in  den  Büchern  ?  alles  was  *  Kunde,  vgl.  Märchen
*  enwas  —  nicht  war  ®  keine.