mässige  sprachliche  Form;  zudem  gehören  die  Denkmäler

  den  verschiedensten  Gegenden  und  Mundarten

  an  und  bewahren  nicht  selten  deren  Eigentümlichkeiten.
  Was  wir  daher  im  Folgenden  als
‚mittelhochdeutsche  Sprache  bezeichnen,  ist  eine  Art
Normalform,  der  auch  die  Ausgaben  der  erhaltenen
Schriftwerke  angepasst  werden.  Der  Lautstand  ist

der  des  Ostfränkischen;  zeitlich  fällt  diese  Normalform

  des  Mittelhochdeutschen  mit  der  Blüteperiode

vor  und  nach  1200  zusammen;  um  diese  Zeit  sind

die:  aus  dem  Althochdeutschen  noch  erhaltenen
Eigentümlichkeiten  der  Uebergangszeit  abgestreiftund

die  neuen  Formen,  die  dem  Neuhochdeutschen  seine
charakteristische  Gestalt  verleihen,  noch  nicht  hervorgetreten,
  wie  wir  dies  gegen  Ende  der  mittelhochdeutschen
  Periode  beobachten  können.  Der  Kon-  _Mhd.
sonantenbestand  des  Mittelhochdeutschen  unter-  Konsonanscheidet
  sich  von  dem  des  Althochdeutschen  weniger  Be
durch  das  Auftreten  neuer  Laute  (sch),  als  durch  die
grössere  Einheitlichkeit  in  der  Bezeichnung  der  Laute:

das  in  ahd.Schriftdenkmälern  alemannischer  Herkunft

häufig  zu  treffende  kh  z.B.  verschwindet,  dafür  tritt  k

oder  gelegentlich  ch  ein;  für  ahd.  k,  p  stehtg,  b  imAnlaut;

  das  Gebiet  von  f  und  v,  von  k  und  «:  wird  abgegrenzt
  u.s.w.  Folgende  Konsonanten  sind  vorhanden:

Gutturale:  Dentale:  L.abiale:

Tonlos  k,c,q  t  .P
Tönend  g  d  b
Reibelaute  ch,  j  s,  schh  3  w  f,  v
Nasale  n  ım
Liquida  ,r

Hauchlaut  h

Affrikaten  z  pf

Feist,  Die  deutscho  Spruche.  ı