Der  Laut
h.

Der  Laut
sk.

An  Doppellauten  sind  folgende  vorhanden:  ck
(=  kk),  tt,  pp,  88,  dd,  bb,  ss,  fl,  nn,  mm,  Il,  rr.

Wenn  nun  auch  das  Schriftbild  in  unserer  Periode
  nicht  wesentlich  gegen  die  frühere  Zeit  verändert
  ist,  so  stellen  dieselben  Zeichen  doch  vielfach
  nicht  mehr  dieselben  Laute  dar  wie  ehedem.
Das  Zeichen  h,  das  ursprünglich  überall  den  im
Neuhochdeutschen  mit  ch  :in  ach,  doch)  wiedergegebenen
  Laut  bezeichnete,  wird  schon  im  Laufe
der  Entwicklung  des  Althochdeutschen  im  Anlaut
schwächer  und  sinkt  zum  blossen  Hauchlaut  herab;
im  späteren  Althochdeutschen  und  besonders  im
Mittelhochdeutschen  wird  auch  inlautendes  h  vor
Vokalen  lautschwächer,  nur  vor  Konsonant  und  im
Auslaut  hat  h  seine  ursprüngliche  Aussprache  bewahrt.
  In  letzterem  Falle  wird  im  Mhd.  nunmehr
ch  geschrieben,  das  ebenso  wie  h  vor  Konsonanten
stets  als  hartes  ch  (in  Nacht)  zu  sprechen  ist:  sehen
---  sach  „sah“  —  siht  „Sicht“.  Wo  h  ein  schwacher
Hauchlaut  geworden  ist,  fällt  es  häufig  ganz  aus.
Schon  Notker  kennt  die  Zusammenziehung  zen  =
zehen  (10),  swer  —=  sweher  „Schwäher‘“  u.  a.;  im
Mittelhochdeutschen:  folgen  weitere  Zusammenziehungen
  wie  s@n  aus  sehen,  trene  aus  trähene,  vän
aus  vähen  ‚fahen,  fangen‘  u.  s.  w.  Vor  Konsonant
sprechen  wir  noch  heute  h  als  ch:  „nicht,  Macht,
ebenso  wenn  urgermanisch  oder  althochdeutsch  hh
vorlag:  Jachen,  suchen  u.s.  w.  Niemals  ist  h  im
Mhd.  wie  im  Nhd.  blosses  Dehnungszeichen.

Einen  durchgreifenden  Wandel  der  Aussprache
erleidet  die  Lautverbindung  sk,  indem  der  Verschlusslaut
  k  sich  zun:  Reibelaut  ch  verändert.  Im  ı2.  Jahrhundert
  beginnt  dieser  Wandel,  im  13.  Jahrhundert
ist  er  im  Alemannischen  durchgeführt;  neben  der