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Bezeichnung  sch  für  die  neue  l.autgruppe  finden
wir  auch  sh;  ja  sogar  einfaches  S  zeigt  sich  für  sie.
Diese  Schreibungen  beweisen  uns,  dass  die  Zeichen
sch,  sh,  s  einen  einheitlichen  Laut  darstellen,  für
den  indes  bis  heute  noch  kein  besonderes  Zeichen
durchgedrungen  ist.  Für  das  Hilfszeitwort  ahd.  scal,
scolan  ist  schon  im  \hd.  sal,  solen  eingetreten,  das
im  heutigen  so/,  sollen  erhalten  ist;  hier  ist  k  nach
s  also  ganz  unterdrückt  worden.

Das  Mittelhochdeutsche  konnte  wohl  aus  dem  Wandel
Grunde  einfaches  s  für  sch  setzen,  weil  jenes  in  es  s  zu
seiner  Aussprache  mehr  nach  dem  hinteren  Gaumen  sch.
lag  als  unser  heutiges  s,  mit  stärker  gehobener
Zungenspitze  gesprochen  wurde  und  sich  daher  dem
am  harten  Gaumen  artikulierten  sch  mehr  näherte.

Wenn  aufein  mhd.  anlautendes,  palatal  gesprochenes
s  ein  Konsonant  folgte,  so  ist  es  im  Laufe  des  14.
Jahrhunderts  mit  sch  zusammengefallen.  In  den
oberdeutschen  Dialekten  verbreitet  sich  dieses  sch
am  schnellsten;  zunächst  werden  anlautendes  sl,
sm,  sn  ergriffen,  dann  sw,  am  längsten  widerstehen
sp  und  st.  Deshalb  sprechen  wir  heute  den  sch-Laut
  in  schlafen  —=  mhd.  släfen;  Schmerz  =  mhd.
smerze,  schneiden  —=  mhd.  sniden;  Schwan  :—=  mhd.
swAn;  Spze?  =  mhd.  spil,;  S/uhl  =  mhd.  stuol.
In  den  Lautverbindungen  sp  und  st,  in  denen  dieser
  Wandel  am  spätesten  eingetreten  ist,  hält  die
Schrift  noch  heute  am  einfachen  Zeichen  fest.  Im
Inlaut  hat  sich  im  Hochdeutschen  in  allen  genannten
Verbindungen  kein  sch  entwickelt,  wohl  aber  in
Mundarten,  wie  z.B.  im  alemannisch-schwäbischen  u.a.

Einen  Wandel  der  Artikulation  macht  auch  Auslauder
  auslautende  Nasal  m  durch.  Wie  schon  im  tendes  m.
Urgermanischen  auslautendes  m  zu  n  wird  und

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