Unilaut.

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Länge  und  Kürze  wird  z.  B.  gewöhnlich  nicht  unterschieden
  oder  das  Längezeichen  an  falscher  Stelle
gesetzt  u.  a.  m.  Zu  den  einzelnen  Zeichen  ist  folgendes
  zu  bemerken:

e  dient  zur  Bezeichnung  zweier  verschiedener
Laute  wie  schon  im  Alıd.,  es  ist  offenes  &amp;  oder  geschlossenes
  e;  z.  B.  gäben  aus  ahd.  gäban  oder
geste  aus  ahd.  gesti,  d.  h.  Umlaut  des  a  zu  e.
Gelegentlich  dient  es  auch  zur  Bezeichnung  des
noch  offeneren  ä&amp;.  Der  Diphthong  iu  ist  entweder
als  Umlaut  von  u  =  ü,  oder,  wo  er  altem  iu  entspricht,
  vielleicht  noch  Diphthong;  dagegen  ist  ie
stets  Diphthong,  z.  B.  in  el,  Präteritum  von  fallen.

Wie  schon  im  Ahd.  ist  auch  jetzt  noch  ein
Vokal  in  offener  Silbe  kurz,  nicht  lang  wie  im
Nhd.  zu  sprechen;  also  väter,  gäbe  „Gabe“,  I\gen
„liegen“,  böte,  bügen  Plur.  Praet.  „bogen“.

Der  Umlaut,  der  durch  ein  i  oder  j  der  folsenden
  unbetonten  Silbe  bewirkt  wird,  hatte  im
Ahd.  den  Vokal  a  zu  e  gewandelt;  nunmehr  tritt
er  auch  bei  anderen  Vokalen  hervor,  obwohl  das
umlautbewirkende  j  geschwunden  und  i  zu  e  geschwächt
  war  (Beispiele  s.  0.  $  ıı,  S.  80f.).  Offenbar
  war  der  Umlaut  schon  früher  vorhanden,  aber
in  der  Schrift  noch  nicht  bezeichnet  worden.  Neu
ist  der  Umlaut  von  a  zu  ä  in  solchen  Wörtern,
wo  im  Ahd.  a  vom  Umlaut  verschont  blieb,  sei  es,
dass  i  (j)  nicht  direkt  auf  die  -Stammsilbe  folgte
oder  dass  umlauthindernde  Konsonanten  sie  abschlossen.
  Während  der  ältere  Umlaut  des  a  ein

geschlossenes  e  ist:  gast  —  geste,  ist  der  jüngere
Umlaut  des  a  ein  ganz  offenes  e,  das  als  ä  bezeichnet
  wird:  maht  mähtec  ;‚mächtig‘‘,  maged

-—  mägcede  (ahd.  magad  magadi).  So  erklären