sich  die  nhd.  Verschiedenheiten  in  der  Schreibung
des  Umlaut-a:  /and  —  Hände,  wo  der  Umlaut  von
a  zu  ä  erkennbar  ist;  dagegen  dehende,  bei  dem  die
Beziehung  zu  Hand  vergessen  ist;  ähnlich  Hahn
—  Hähne,  aber  Henne  (vgl.  N  7,  s:  43).  Der  alte
Wechsel  zwischen  &amp;  und  i  (s.  $  2,  S.  ı1)  ist  ebenfalls
  durch  i  der  folgenden  Silbe  bewirkt  und  noch
in  Kraft:  helfen  —  du  hilfest  —  er  hilfet;  wie  schon
im  Ahd.  tritt  i  auch  vor  ursprünglichem  u  der  1.  Person
Sing.  Praes.  ein:  ich  hilfe  —  ahd.  hilfu.  Vergleiche
auch  das  Substantiv  berc  -—-  gebirge  --  ahd.  gibirgi,
das  Adjektiv  wert  —  wirdic  und  ähnl.  Bildungen.

Wie  e  mit  i,  so  wechselt  auch  o  mit  u.  -  Altes
u  wurde  schon  im  Urgermanischen  zu  o,  wenn  die
folgende  Silbe  a,  e  oder  o  enthielt  (s.  $  2,  S.  ı1);
diese  „Brechung‘“  hat  sich  bis  ins  Mhd.-  erhalten:
bugen  „bogen“  (ahd.  bugun),  aber  gebogen  (ahd.
gibogan),  wolf  (urgerm.  wulfaz),  aber  wülfinne
„Wölfin“.

Die  Ablautsklassen  des  Ahd.  (s.  $  8,  S.  5ıf.),
sind  im  Mhd.  unverändert  erhalten,  so  dass  wir
hier  auf  die  an  obiger  Stelle  gegebene  Aufzählung
nur  zu  verweisen  brauchen.

Wie  schon  früher  erwähnt  (s.  $  ıı,  S.  79f.)
sind  die  vollen  Vokale  des  Ahd.  in  den  unbetonten
  Endungen  zu  einförmigem  e  geworden;  nur  wo
sie  durch  einen  Nebenton  geschützt  waren,  blieben
sie  erhalten;  so  in  den  Endungen  -unge,  -nisse,
-aere,  -inne,  -in,  -lin  der  Substantive,  -ic  (=  ahd.
-ig  und  -ag,  daneben  -ec-),  -isch  (=  ahd.  isc),
daneben  -esch  bei  Adjektiven.  Vgl.  scribaere
„Schreiber‘‘,  küneginne,  künegin  „Königin“  —  heilic,
  heilec  „heilig“  (ahd.  heilag),  saelic,  saelec
„selig“  (ahd.  sälig),  irdisch  (irdesch).  Vereinzelt

Ablaut.

Vokale  ın

unbetonten

und  nebentonigen

Silben.