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Die  Deklination  der  Eigenschaftswörter  bewegt  Adjektiv  -
sich  ganz  im  Rahmen  der  für  das  Althochdeutsche  Liekliin
  $  8  dargelegten  Verhältnisse;  die  Endungen  sind  natton.
wie  beim  Hauptwort  zu  e  verblasst,  nur  iu  hält  sich
im  Nom.  Sing.  Fem.  und  Nom.  Acc.  Pl.  Neutr.  in
der  ganzen  mittelhochdeutschen  Zeit.

Starke  Deklination  des  Adjektivs:

Mask.  Neutr.  Fen.

Sing.  N.  blinder,  blint,  blindez  blindiu,  blint

G.  blindes  .

D.  blindem|  e)  blinder(e)

A.  blinden  blint,  blindez  blinde
Plur.  N.  blinde  blindiu  blinden

G.  blinder  e)  blinder(e)

D.  blinden  blinden

A.  blinde  blindiu  blinde

Die  eingeklammerten  e  finden  sich  nur  im  ältesten
  Mhd.;  die  Stämme  auf  r,  1  und  n  lassen  dazu
das  e  der  Endung  ausfallen.  Die  ja-Stämme  unterscheiden
  sich  von  den  reinen  a-Stämmen  nur  durelı
die  Endung  e  im  Nominativ  aus  älterem  i)  und  den
durch  alle  Fälle  durchgehenden  Umlaut:  mare  (ahıl.
märi)  „berühmt“,  schoene  ahd.  scöni)  ‚schön‘  u.s.w.
Die  schwache  Deklination  hat  im  Nom.  aller  Geschlechter
  die  Endung  -e,  in  allen  andern  Fällen  -en.

“  Die  ahd.  Endungen  des  Komparativs  auf  -ir  Steigerung

und  -Ör  und  des  Superlativs  auf  -ist  und  -Öst  sin.
beide  zu  -er  und  -est  geschwächt;  ihre  Naclıwirkungen
  zeigen  sich  indes  darin,  dass  die  Konparative
  oder  Superlative  teils  den  Umlaut  annehmen
teils  nicht;  z.  B.  alt  —  alter  und  elter  —  altesı
und  eltest,  dagegen  nur  gröz  —  groezer  —  gro:-seste
  (groeste).