Zeit  aus  dem  Französischen  übernommen  worden,
die  heute  nur  noch  vereinzelt  vorkommen:  /Zappalie,
  Schmieralie,  /larfenist;  Paukant  u.  a.

Im  allgemeinen  kann  man  sagen,  dass  der
kulturelle  Einfluss  Frankreichs  auf  Deutschland  im
Mittelalter  unstreitig  bedeutend  war,  dass  aber  die
sprachlichen  Spuren  dieses  Einflusses  heutzutage
bis  auf  wenige  Reste  wieder  aus  der  Sprache  ausgemerzt
  worden  sind,  ganz  im  Gegensatz  zu  den
‚lateinischen  Lehnwörtern  der  ältesten  Zeit,  deren,
grösster  Teil  dauernder  Besitz  unserer  Sprache  geworden
  ist.  Der  Unterschied  erklärt  sich  leicht,
wenn  wir  bedenken,  dass  der  römische  Einfluss
eine  tiefgehende  Umgestaltung  der  Lebensverhältnisse
  unseres  Volkes  bewirkte,  der  französische  Einfluss
  dagegen  nur  die  höheren  Schichten  berührte
und  mit  dem  Untergang  der  höfischen  Gesellschaft
wieder  aufhörte.  Ausserdem  machten  die  lat.  Lehnworte
  der  ältesten  Zeit  zwei  umgestaltende  Veränderungen
  der  Sprache,  die  Akzentzurückziehung
und  die  Lautverschiebung  mit,  so  dass  ihr  fremder
Lautcharakter  so  gut  wie  ganz  verwischt  wurde.
In  den  mhd.  Fremdwörtern  aber  wirkte  meist  das
Schriftbild  bestimmend  für  die  Lautgestaltung,  so
dass  sie  von  der  eigentlichen  Volkssprache  stets
als  Fremdlinge  empfunden  und,  als  sie  keine  Daseinsberechtigung
  mehr  hatten,  ausgestossen  wurden.