Fremd-Auch

  nach  einer  anderen  Seite  hin  ist  Luthers

wörter  bei  Bipelübersetzung  der  Eck’schen  voraus,  nämlich  in

Luther.

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ihrer  Stellung  zu  den  Fremdwörtern,  deren  massenweises
  Eindringen  in  die  deutsche  Sprache  um  diese
Zeit  beginnt  (vgl.  $  2ı).  Während  Eck.zahlreiche
Fremdwörter  verwendet  wie  Fundament,  Orient,  Glort,
Ampel,  Regent,  phrophetisiren  u.  s.  w.,  setzt  Luther
nach  Möglichkeit  deutsche  Ausdrücke:  Grund,
Morgen,  Herrlichkeit,  Fackel,  Herr,  weissagen  dafür,
obwohl  er  sich  im  allgemeinen,  dem  Zuge  der  Zeit
folgend,  nicht  ablehnend  gegen  die  fremden  Eindringlinge
  verhält.  In  den  späteren  Bibelausgaben
gebraucht.er  bdenedeien  für  segnen,  Firmament  für
Himmel,  Majestät,  Exempel,  Artikel,  Kapitel,  dispu-Ziren,
  fantasıren  u.  a.,;,  gleichwohl  ist  sein  Fremdwörterbestand
  nicht  sehr  umfänglich.  Auch  in  dieser
Hinsicht  hätte  Luther  .vorbildlich  für  die  weitere
Entwicklung  der  nhd.  Schriftsprache  sein  können.
Leider  aber  geriet  sie  bald  nach  seinem  Tode  unter
den  übermächtigen  Einfluss  der  humanistischen  Gelehrsamkeit,
  wovon  wir  in  $  2ı  noch  sprechen
werden.

|  $  20.
Die  Ausbreitung  der  neuhochdeutschen  Schriftsprache
  im  16.  und  17.  Jahrhundert.

Während  im  Mittelalter  das  Lateinische  eine
beherrschende  Stellung  gegenüber  der  Volkssprache
einnahm,  von  der  sich  diese  nach  und  nach  zu  befreien
  suchte,  bezeichnet  der  Beginn  der  Neuzeit
ein  mächtiges  Emporblühen  der  deutschen  Sprache.
Einen  nicht  geringen  Anteil  daran  hatte  die
Reformation,  welche  das  Deutsche  zur  Kirchen-