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eingebürgert  hatten.  Ein  anderes,  in  Basel  gedrucktes
  Fremdwörterbuch  von  Dernhard  Heupold
aus  dem  Jahre  1620  ist  noch  viel  umfangreicher,
und  doch  ist  erst  das  17.  Jahrhundert.  die  eigentliche
  Zeit  des  Eindringens  der  Fremdwörter.  Seitdem
  hat  dieses  Einströmen  fremden  Sprachguts  in
unsere  Muttersprache  niemals  aufgehört;  sehr  vieles
ist  zwar  wieder  von  der  Sprache  freiwillig  abgestossen
  oder  durch  zielbewuste  Bestrebungen  (s.  $
22)  entfernt  worden,  aber  im  grossen  und  ganzen
hat  die  Zahl  der  Fremdwörter  immer  mehr  zugenommen.
  Besonders  im  19.  Jahrhundert  war  durch
den  Aufschwung  der  Naturwissenschaften  und  der
Technik  ‘eine  gewaltige  Zunahme  der  Zahl  der
Fremdwörter  unausbleiblich.  Diese  Art  Fremdwörter
  ist  aber  dem  gegenseitigen  Verkehr  der
Völker  dienlich  und  daher  von  Vorteil  für  alle
Sprachen,  die  sie  ja  meist  gemeinsam  besitzen.
Infolgedessen  schwellen  die  heutigen  Fremdwörterbücher

  für  den  allgemeinen  Gebrauch  -  ganz  abgesehen
  von  wissenschaftlichen  oder  technischen
Nachschlagebüchern  —  immer  mehr  an;  eines  der

verbreitetsten  z.  B.,  das  Fremdwörterbuch  von  Zeyse,
zählte  in  seiner  ı5.  Auflage  aus  dem  Jahre  1873
auf  annähernd  1000  Seiten  nach  ungefährer  Berechnung
  25000  Fremdwörter,  wobei  sich  allerdings
  Eigennamen  und  Lehnwörter,  auch  offenkundige
  deutsche.  Wörter  befinden.  Diese  letzteren
3  Gruppen  sind  ganz  ausgeschieden  in  Sanders’
Fremdwörterbuch,  das  trotzdem  in  seiner  2.  Auflage
  1891  auf  1350  Seiten  anschwillt.  In  den  letzten
15  Jahren  ist  aber  noch  eine  stattliche  Anzahl
Fremdwörter  hinzugekommen:  man  denke  nur  an
Sportsausdrücke  wie  Automobil,  Chauffeur,  Motorrad),