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der  fruchtbringenden  Gesellschaft  verbleiben:  sie

‘  hat  zuerst  eine  grössere  Anzahl  Männer,  die  alle

18.  Jahrhundert,


Gegner  der  Sprachmengerei  sind,  zusammengefasst
und  versucht,  durch  gemeinschaftliche  Bestrebungen
den  Kampf  gegen  die  Fremdwörter  erfolgreich  zu
gestalten.  Auch  auf  die  Besserung  der  zu  ihrer
Zeit  groben  und  ungefügen  Art  des  Ausdrucks
richtete  sie  ihr  Augenmerk.  Sie  gewann  hochgestellte
  Persönlichkeiten  für  deutsche  Sprache  und
Dichtung  und  befreite  diese  dadurch  von  der  Verachtung,
  unter  der  diese  bisher  gelitten  hatten.  Ihr
und  der  gleichgesinnten  Verbindungen  Verdienst
ist  es,  dass  unsere  Muttersprache  nach  dem  Jammer
des  grossen  Krieges  verhältnismässig  gut  erhalten
und  sogar  von  vielen  fremden  Zutaten  gereinigt
dasteht.  Es  ist  nicht  ihre  Schuld,  dass  manche
Sprachverbesserer  in  ihrem  Uebereifer  eine  Menge
alter  eingebürgerter  Lehnwörter  ausmerzen  wollten
und  dadurch  dem  Fluche  der  Lächerlichkeit  anheimfielen.
  Bei  den  Mitgliedern  der  fruchtbringenden
  Gesellschaft  galt  als  Gesetz,  längst  eingebürgerte
Fremdwörter  schonend  zu  dulden.

Freilich  vermochten  alle  diese  Bestrebungen
auf  die  Dauer  nicht  zu  hindern,  dass  immerzu
fremdes  Sprachgut  der  deutschen  Sprache  zugeführt
  wurde,  da  die  kulturellen  und  gesellschaftlichen
  Beziehungen  zu  unsern  westlichen  Nachbarn
zu  mächtig  waren,  besonders  im  18.  Jahrhundert.
Aber  anderseits  hat  auch  der  Kampf  gegen  die
Eindringlinge  nie  ganz  aufgehört.  Im  letztgenannten
Jahrhundert  ist  esz.B.  Joachim  Heinrich  Campe,
dem  wir  zahlreiche  Verdeutschungen  verdanken;
altertümlich,  Beweggrund,  Eigenname,  Flugschrift,
Gefallsucht,  geeignet,  Oeffentlichkeit,  Umwälzung,