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aus  dem  Zelephon  überflüssigerweise  einen  Ferrsprecher
  gemacht,  das  Couvert  (das  frz.  l’enveloppe
heis«t)  wird  zum  (Brief)umschlag  u.  a.  m.  Besonders
  eifrig  wird  in  neuester  Zeit  von  der-Heeresverwaltung
  verdeutscht;  ARekognoszirung  wird  Zrkundung,
  Avantageur  heisst  jetzt  Fahnenjunker,  Ordre
ist  nunmehr  Befehl,  Bajonnet  ist  Seitengewehr,  Epauletts
  sind  Achselstücke  u.  s.  w.  Sogar  die  Aerzte,
die  am  berüchtigtsten,  aber  auch  am  berechtigtsten
im  Gebrauch  von  Fremdwörtern  sind,  haben  heutzutage
  das  löbliche  Bestreben,  selbst  unter  sich,
ein  Organ  oder  eine  Krankheit,  die  mit  einem
‘deutschen  Namen  genau  bezeichnet  werden  kann,
nicht  mehr  lateinisch  zu  benennen.  Ja,  man  darf
geradezu  behaupten,  dass  es  heutzutage  als  ein
Zeichen  von  Bildung  gilt,  die  überflüssigen  Fremdwörter
  zu  vermeiden,  während  vor  noch  gar  nicht
langer  Zeit  ein  Mann  oder  ein  Buch  um  so  gelehrter
  erschien,  je  mehr  fremde  Ausdrücke  von
ihm  verwandt  wurden.  Unser  Volk  wird  hoffentlich
auf  dieser  Bahn  zum  Heile  seiner  Sprache  fortschreiten
  und  sich  damit  seine  Eigenart  erneuen
und  festigen.

N  23.
Die  neuhochdeutsche  Schriftsprache
im  ı8.  und  ı9.  Jahrhundert.

Das  ı7.  Jahrhundert  war  nicht  nur  eine  Zeit
des  Kampfes  gegen  die  fremden  Eindringlinge  in
unserer  Muttersprache,  sondern  es  brachte  auch  die
Regelung  des  deutschen  Sprachgebrauchs.  Der