Leibnitz.

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von  der  teutschen!  Haubtsprache  1663.  Sein
Hauptverdienst  ist,  dass  er  die  deutsche  Sprache
zum  ersten  Male  in  ihrer  geschichtlichen  Entwicklung
  zu  erfassen  sucht;  aber  anderseits  begeht
  er  den  Irrtum,  die  Mundarten  als  Entartungen
der  Schriftsprache  aufzufassen.  Die  Grammatik,
meint  er  ferner,  sei  unerlässlich,  um  die  hochdeutsche
  Sprache  gründlich  zu  erlernen,  ja  man
müsse  auch  eine  gleichmässige  Aussprache  derselben
  in  ganz  Deutschland,  unabhängig  von.  den
Mundarten,  erstreben.  Schottels  Einfluss  reicht  weit
über  alle  seine  Vorgänger  hinaus  und  bestimmt  die
Richtung  seiner  Nachfolger  mehr  als  ein  und  einhalbes
  Jahrhundert.  Sein  berühmter  Zeitgenosse
Leibnitz  lehnt  sich  ganz  an  ihn  an  in  seiner
Schrift:  ,„Unvorgreiflliche  Gedanken  betreffend
die  Ausübung  und  Verbesserung  der  deutschen
Sprache“  (1682).  Auch  er  erkennt  die  Schriften
von  Luther,  Opitz,  aber  auch  ältere  Werke,  wie
den  Theuerdank,  Fischarts  Gargantua  u.  s.  w.  als
mustergiltig  an;  daneben  offizielle  Schriften  mannigfacher
  Art,  insbesondere  die  Staatsschriften  der
Reichstage  zu  Regensburg.  Anderseits  übersieht
er  auch  veraltete  Ausdrücke  bei  Luther  nicht.
Leibnitz  verdanken  wir  ausserdem  die  Verwendung
des  Deutschen  als  Sprache  der  Wissenschaft;  von
ihm  stammt  die  schon  erwähnte  Bezeichnung  der
deutschen  „Haupt-  und  Heldensprache‘“.  Sein
Schüler,  der  Philosoph  Christian  Wolf,  lehrte  zuerst
  seine  Wissenschaft  in  deutscher  Sprache  an
der  Universität  Halle.

.!  Die  Schreibung  „teutsch“  taucht  zuerst  im  17.  Jahrhundert
  auf  und  hat  sich  mit  merkwürdiger  Zähigkeit  200  Jahre
gehalten,  obwohl  sie  ganz  falsch  ist  (vgl.  $  5,  S.  31).