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Vokalen.  Unter  dem  Einfluss  des  Hochtons  wurden  Dehnung
diese  in  offener  d.  h.  auf  keinen  Konsonanten  aus-  kurzer
gehender  Silbe  schon  in  spätmittelhochdeutscher  Y°kale.
Zeit  gedehnt.  Aus  mittelhochdeutsch  trä-gen
wurde  also  /ra-gen,  aus  tä-ges  wurde  Zd-ges,  aus
lö-sen  Ze-sen,  aus  jü-gend  Fü-gend,  aus  bö-te  Dö-te,
aus  s  -les  Saa-les  u.  s.  w.  Aus  den  mit  Endungen
versehenen  Fällen  (Genitiv,  Dativ  Sing.  und  dem
Plural)  wurden  dann  die  langen  Vokale  auf  die  nur
im  Nominativ  und  Accusativ  Singularis  erhaltenen
kurzen  Vokale  der  einsilbigen  Hauptwörter  wie  täc
Tag,  säl  Saal  u.  s.  w.  übertragen  und  die  Längung
allgemein  durchgeführt.  Doch  nicht  allein  in
offener  Silbe  findet  sich  Dehnung  des  Stammvokals,
sondern  auch  vor  manchen  Doppelkonsonanten  wie

rt:  mhd.  ärt  wird  Art,  b  rt  Bärt;  rd:  mhd.  Erde

wird  Erde;  ız:  härz  wird  Härz  u.  a.  Anderseits
unterbleibt  auch  zuweilen  die  Dehnung  vor  einfachem
  Konsonant,  z.  B.  m  und  besonders  t:  mhd.
vrüm,  fröm,  frömm,  hämer  Zämmer,  himel  Zımmel;
biten  didten,  got  Got,  buter  Dutter.  Auch  vor
anderen  Konsonanten  fehlt  zuweilen  die  Dehnung,
wenn  die  Ableitungssilbe  -er  darauf  folgt:  mhd.
düner  Dönner,  wider  Widder,  solre  Söller  u.  s.  w.
Infolge  der  Dehnung  kurzer  Vokale  sind  manche
noch  mhd.  verschieden  lautende  Wörter  im  Nhd.
zusammengefallen:  wägen  „Wagen“  und  wägen
„wagen“,  mialn  wahlen  und  mälen  ‚‚malen‘“,  kil
„Feder-Zze/‘“  und  kiel  „Schiffs-Zie“,  tor  Tor  (eines
Hauses)  und  töre.  Zor—Narr  u.  a.

Vor  Doppelkonsonant  bleibt  nicht  nur  alte  nn
Kürze  bewahrt:  szark,  fest,  bergen,  halten,  Karte,  langer"
Kunst  u.  s.  w.,  sondern  es  tritt  auch  Verkürzung  Vokale

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