erklären  sich  golden  (neben  gälden  =  mhd.  guldin)
zu  Gold,  hölzern  (mhd.  hulzin)  zu  %olz  u.  a.  Für
ü  ist,  entsprechend  dem  Wandel  von  u  zu  0,  öeingetreten:
  mhd.  künec  =  Äönig,  günnen  =  gönnen  usw.
‘Weit  verbreitet  ist  in  der  nhd.  Schriftsprache
auch  der  Uebergang  von  mhd.  &amp;  in  0,  hauptsächlich
  vor  Nasalen:  mhd.  mäne  —  Mond,  mänöt  =
Monat,  äne  —  ohne,  tähe  —=  7on  (zu  Töpfen);  eine
Doppelform  zeigt  mhd.  ätem  in  Alem  und  Odem.
Verkürzt  ist  dies  lange  ö  vor  Doppelkonsonanz  in
Docht  aus  täht,  Brombeere  aus  brämber  (bräme  —
Dornstrauch).  Uebergang  von  mhd.  e  zu  nhd.  Ö
ist  nicht  selten:  mhd.  helle  =  Zölle,  leschen  =
löschen,  welben  =  wölben,  zwelf  —  zwölf,  swern
—  schwören,  ergetzen  (noch  im  18.  Jahrhundert
ergetzen)  —  ergötzen  und  viele  andere.  Ent-‘sprechend
  wird  i  gelegentlich  zu  ü:  mhd.  finf  =
fünf,  minze  —  (Pfeffer-)münze,  wirdic  —  würdig,
wirde  =  Würde  u.  s.  w;  langes  T  ist  ü  geworden
in  Zügen  aus  liegen,  frügen  aus  triegen  u.  a.  Umgekehrt
  wird  auch  mhd.  Ü  zu  nhd.  i  in  Äissen  aus
küssen,  spritzen  aus  älterem  nhd.  und  mhd.  sprützen
u.  a.  Nicht  selten  wird  mhd.  ae  im  Nhd.  als  e
wiedergegeben:  laere  —=  /eer,  swaere  —=  schwer,
saelic  —  selig,  waejen  -=  wehen  u.  a.  Auch  sonst
finden  sich  mannigfache  Uebergänge,  die  kaum  alle
zu  übersehen  sind;  so  wird  eu  zu  ei  in  ereignen,
Ereignis  aus  mhd.  eröugen  (zu  ouge  Auge,  vgl.
nhd.  bezeugen),  in  Steiss,  älter  Steuss  aus  mhd.
ahd.  stiuz;  u  wird  zu  au  in  Schaukel  aus  mhd.
schoc(kl),  vgl.  dial.  schockeln  —  schaukeln  u.  Ss.  w.
Eine  besondere  Betrachtung  verdient  das  ein  ton-  ein
losen  Endungen.  Schon  am  Ende  des  Mittel-  Endungen.
alters  und  in  dem  ersten  Stadium  der  nhd.  Schrift-