Alte
Doppelkonsonan-



Neue
Verdoppelungen.


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hat,  sind  die  Neuerungen  bei  dem  Konsonantensystem
  weniger  bedeutend.  Am  durchgreifendsten
für  das  Schriftbild  sind  die  zahlreichen  Verdoppelungen
  von  Konsonanten,  die  das  Neuhochdeutsche
  nach  älterem  Muster  vorgenommen  hat.
Denn  schon  in  früher  Zeit  kamen  durch  Angleichungen
und  Einwirkung  von  I],  r,  w,  j  (s.$  5,  S.  26  f.)  Verdoppelungen
  zustande,  die  sich  bis  auf  unsere  Zeit
gehalten  haben,  wenn  der  vorhergehende  Vokal
kurz  war:  ımhd.  bette  —  ZDei/,  sippe,  stimme,  vüllen,
spannen  u.  s.  w.  Indes  besteht  doch  ein  wesentlicher
  Unterschied  zwischen  der  Aussprache  der
Doppelkonsonanten  in  alter  und  neuerZeit.  In  der
älteren  Zeit  wurden  wirklich  die  Konsonanten
doppelt  ausgesprochen,  also  bet-te,  sip-pe  u.  s.  w.  mit
zweimaligem  Ansatz;  heute  sprechen  wir  nur  einfachen
  Konsonanten,  der  aber  sowohl  zur  ersten
wie  zweiten  Silbe  gehört,  d.  h.  lang  gesprochen
wird.  Die  Zahl  dieser  so  gesprochenen  Doppelkonsonanten
  ist  im  Nhd.  dadurch  beträchtlich  vermehrt
  worden,  dass  überall  da,  wo  vor  einfachem
Konsonant  kurzer  Vokal  erhalten  bleibt,  der
Konsonant  verdoppelt  wurde  :  mhd.  götes  —=  Goftes,
himel  =  Himmel,  doner  =  Donner,  site  =  Sitte
u.  s.  w.  Am  häufigsten  sind  t  und  m  auf  diese
Art  verdoppelt  worden,  seltner  n,  1  und  f,  die  wie
ck  und  ss  meist  schon  im  Mhd.  verdoppelt  waren.

Das  Mhd.  schrieb  niemals  Doppelkonsonanten
am  Wortende:  stam  —  stammes,  stoc  —  stockes,
rinnen  —  ran  u.  Ss.  w.  Das  Nhd.  stellt  infolge
des  Formenausgleichs  den  Doppelkonsonanten  auch
am  Wortende  her:  S/amm,  Stock,  rann  u.  S.  WW.
Woher  kommt  es  nun,  dass  das  Nhd.  kurzen  Vokal
durch  Doppelkonsonanten  kenntlich  macht?  Um