Die  Entwicklung  des  Eigenschaftsworts  weist  Das  Eigen

wenig  Bemerkenswertes  auf:  im  allgemeinen  ist,
abgesehen  von  lautlichen  Veränderungen  (blindez
—  blindes,.blindiu  —  blinde),  der  mhd.  Zustand
erhalten  geblieben;  nur  der  Akk.  Sing.  Fem.  endigt
nicht  mehr  auf  -en  beim  schwach  flektierten  Eigenschaftswort,
  sondern  auf  e:  die  blinden  vrouwe  —=die
  blinde  Frau.

Das  ohne  Umlaut  vom  Adjektiv  gebildete
Adverb  auf  -e  ist  im  Nhd.  bis  auf  erstarrte  Reste
ausgestorben:  /Jange  zu  lang  (mit  erhaltener  Endung)
schon  -=  mhd.  scöne,  Adverb  zu  Scoene  =  Schön,
fast  =  mhd.  vaste,  Adverb  zu  veste  —=  fest;  bald,
kaum,  sehr  u.  a.  sind  auch  alte  Adverbien,  denen
in  der  heutigen  Sprache  kein  Adjektiv  mehr  zur
Seite  steht.  =

Selbst  die  erst  im  Mhd.  zu  grösserer  Verbreitung
  gelangte  Bildung  auf  -liche  =  ich  ist  im
Nhd.  bei  Adverbien  nur  noch  in  vereinzelten  Fällen
erhalten:  Aärlich,  weislich,  freilich,  höchlich  u.  a.
Im  allgemeinen  ist  das  Adverb  im  Nhd.  in  der
Form  nicht  mehr  vom  Adjektiv  unterschieden,  auch
nicht  mehr  im  Komparativ  und  Superlativ,  wo  es
im  Mhd.  noch  an  dem  fehlenden  Umlaut  kenntlich
war:  höhe  —  höher  höhest  =  hoch,  höher,  höchst.

Beim  Fürwort  kennt  das  Nhd.  auch  nur  vereinzelt
  neue  Formen.  Die  Genitive  min,  din,  sin
des  persönlichen  Fürworts  haben  neben  den  lautgesetzlichen
  Entsprechungen  mein,  dein,  sein  auch
längere  Formen  meiner,  deiner,  seiner  angenommen;
der  Dat.  Plur.  der  2.  Pers.  iu  ist  zu  Gunsten  des
Acc.  iuh  =  euch  aufgegeben  worden.  Die  mhd.
Nom.  dirre  (m.),  ditz(e)  (n),  neben  denen  schon
diser,  diz  vorkommen,  schwinden  im  Nhd.

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schaftswort.


Das
Adverb.

Das
Fürwort.