Oberdeutsch.


Bairisch-Oester-



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i,  u,  üt  des  Schriftdeutschen  schon  seit  mhd.  Zeit
aufweist.  -

Im  Konsonantismus  lässt  sich  dagegen  heutzutage
  keine  scharfe  Scheidelinie  zwischen  Ober-  und
Mitteldeutsch  angeben,  vielmehr  finden  fortlaufende
Uebergänge,  meist  Abstufungen  in  der  mehr  oder
minder  weitgehenden  Verschiebung  der  Konsonanten
statt.  So  verschiebt  das  Oberdeutsche  anlautendes
germ.  p  konsequent  zu  pf  wie  das  Schriftdeutsche:
engl.  pipe  =  /feife,  während  das  Mitteldeutsche
hier  keinen  einheitlichen  Charakter  aufweist:  das
Ostmitteldeutsche  und  Östfränkische  machen  die
Verschiebung  mit,  während  der  Westmitteldeutsche
(Rheinfränkische)  den  unverschobenen  Konsonanten
besitzt:  hochd.  Pfeife  —  rheinfr.  peif.

Das  Oberdeutsche  zerfiel  in  alter  Zeit
in  die  beiden  Mundarten  des  Bairischen  und
Alemannischen.  Heute  ist  die  Spaltung  weiter
gegangen;  vom  Bairischen  hat  sich  das  Oesterreichische,
  vom  Alemannischen  das  Schwäbische
abgetrennt.  Das  Bairisch-Oesterreichische  bildet
ein  einheitlicheres  Ganze  als  das  Schwäbisch-Alemannische;
  in  ihm  treten  zuerst  die  Diphthonge
ei(ai),  au,  eu  für  mhd.  i,  ü,  iu  (gespr.  Ü)  auf,  die
dann  auch  auf  das  Schwäbische  übergreifen  und
ihm  das  unterscheidende  Merkmal  gegenüber  dem
Alemannischen  aufdrücken.  Die  beiden  Gruppen
des  Bairisch-Oesterreichischen  und  Schwäbisch-Alemannischen
  sind  gekennzeichnet  durch  die
Bildung  der  Ortsnamen  auf  -ing  (vgl.  Straubing,
Freising)  in  ersterem  Dialekt,  auf  -ingen  (vgl.
Memmingen,  Reutlingen,  Emmendingen)  in  letzterer
Mundart.  Jene  hat  die  Verkleinerungssilben  -(e)l,
-erl:  Leut!  (-=  Leutchen),  Aratzel  (=  Frätzchen),