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ist  identisch  mit  lateinisch  unguen-(tum)  „Salbe“,
indisch  äjya  „Opferbutter‘,  altirisch  imb  „Butter“,
und  gehört  mit  ihnen  zur  indogermanischen  Wurzel
ang-  „salben‘;  rheinfränkisch  dül  „Kanal“  ist  ahd.
dola,  rheinfränkisch  &amp;@bch  ist  mhd.  ebech,  ahd.  abuh
„abgewendet,  verkehrt‘;  mittelfränkisch  deck  ist
mhd.  dicke,  ahd.  dicchi  „häufig,  oft“  u.  s.  w.
Auch  lateinische  Lehnworte  der  ältesten  Schicht
(s.$  2,  S.  14),  die  in  der  Schriftsprache  ausgestorben
  sind,  haben  die  Mundarten  bewahrt:  rheinfränkisch

  a  dau  ,‚„Kanal“  =  hessisch  -aduch
—=  schweizerisch  akt  aus  lat.  aquaeductus;  rheinfränkisch
  kennel  „Dachrinne“  --  mhd.  kenil,  kenel

aus  lat.  canalis  u.  a.  m.  Im  Rheinfränkischen  ist
noch  der  Unterschied  der  drei  Geschlechter  :  bei
dem  Zahlworte  ‚zwei‘  bewahrt;  zw&amp;,  zwö,:  zwA,  der
in  die  indogermanische  Zeit  zurückgeht.  f

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Sind  die  Mundarten  einerseits  konservativ  in
der  Bewahrung  alten  Sprachguts,  so  sind  sie  anderenteils
  weniger  ängstlich  als  die  Schriftsprache
in  der  Aufnahme  fremder  Wörter,  besonders  in
den  Grenzgebieten.  Das  Elsässische  ist  überschwemmt
  von  französischen  Ausdrücken,  aber
auch  das  benachbarte  Pfälzische  bewahrt  zahlreiche,
hier  allerdings  lautlich  und  oft  volksetymologisch
umgestaltete  französische  Worte:  Ko"schri  =  frz.
conscrit  ‚Rekrut‘,  salfet  =  frz.  serviette,  hissje  —
frz.  huissier  ‚„‚Gerichtsvollzieher,  greffje  —  frz.  greffier
  „Gerichtsschreiber‘‘,  gruschele  =  frz.  groseilles
„Stachelbeeren“,  e  ko"drör  =  au  contraire  „im
Gegenteil‘  und  viele  andere.

In  den  ostdeutschen  Mundarten  finden  wir
zahlreiche  slavische  Lehnworte:  Robdoff  =  ‚Frohn-