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arbeit“,  Are/scham  =  „Schenke“,  dowre  =  „gut“
u.  a.  m.

Auch  in  der  Wortbeugung  gehen  die  Mundarten
  ihre  eignen  Wege.  So  sind  in  allen  hochdeutschen
  Mundarten  die  Deklinationsformen  des  .
Hauptwortes,  ferner  das  Praeteritum  des  Indikativs
fast  ganz  geschwunden;;  der  Konjunktiv  des  Praeteritums
  hält  sich  etwas  besser.  Der  Umlaut  im
Indikativ  des  Praesens  ist  beseitigt:  ich  fahre  —
du  fahrst  —  er  fahrt  u.  s.  w.  Anderseits  hat
der  Umlaut  sein  Gebiet  in  der  Pluralbildung  des
Hauptworts  noch  weiter  ausgedehnt:  die  Arm
(=  Arme),  die  Äräge  (=  Kragen),  die  Däg  (-:
Tage)  u.  a.  m.

Dagegen  sind  die  Mundarten  in  der  Erhaltung
des  ursprünglichen  Geschlechts  vieler  Hauptwörter
konservativer  als  die  Schriftsprache:  alem.  der
Butter,  der  Backen,  der  Karren  u.  Ss.  w.

Das  bunte,  abwechslungsreiche  Bild,  das  die
deutschen  Mundarten  uns  bieten,  ist  für  den  Freund
der  Volksart  wie  für  den  Sprachkenner  zwar  unterhaltend
  und  belehrend,  und  selbst  die  Sprachtorschung
  schöpft  reichen  Gewinn  aus  der  Erschliessung
  der  in  ihnen  ruhenden  sprachlichen
Schätze:  aber  das  alles  darf  uns  nicht  über  die  Tatsache
  hinwegtäuschen,  dass  die  so  verschiedenen
und  den  nicht  Einheimischen  meist  schwerverständlichen
  Mundarten  in  unserer  Zeit  noch  mehr  wie
früher  als  störendes  Hindernis  der  Annäherung
empfunden  werden.  Der  Einheitssprache,  der
Schriftsprache  gehört  eben  im  Zeitalter  des  riesig
anwachsenden  Verkehrs,  der  Menschen  aus  allen
deutschen  Sprachgebieten  in  fortwährende  Berührung
bringt,  unbestreitbar  die  Zukunft.  Wie  Deutschland,