rechts  und  links  waren  mit  Figuren,  links  der  Mutter,
rechts  des  Vaters,  ausgefüllt;  nur  von  ersterer  sind
die  Füsse  und  ein  Teil  des  langen  Gewands  erhalten.
  Von  der  am  unteren  Teile  angebrachten
Inschrift  sind  nur  die  $S.  35  abgedruckten  Worte
erhalten.  Die  figürlichen  Darstellungen  weisen  ebenso
  wie  die  vorkommenden  Wortformen  auf  das  Ende
des  10.  Jahrhunderts.

(Auszug  nach:  Neue  Inschriften  des  Mainzer
Museums  von  Prof.  Dr.  Körber.  Mainz,  Verlag  des
Altertumsvereins  1905.)

Tafel  II  (zwischen  S.  18  und  S.  19).

Die  Spange  von  Freilaubersheim  wurde  im
Winter  1872/73  in  einem  Frauengrab  zusammen
mit  einer  andern  inschriftlosen  Spange  gleicher  Art,
weiterem  Schmuck  und  zwei  Gefässen  gefunden.
Sie  besteht  aus  Silber,  das  auf  der  Vörderseite  zum
Teil  stark  vergoldet  war  oder  ist.  Die  Inschrift
befindet  sich,  auf  zwei  Reihen  verteilt,  auf  der
Rückseite.  Sie  ist  eine  der  längsten  und  best  erhaltenen
  Runeninschriften,  die  bisher  in  Deutschland
  zu  Tage  gekommen  sind.  Die  Inschrift  ist
auf  S.  20  abgebildet,  umschrieben  und  übersetzt.
—  Original  im  Mainzer  Museum.

Tafel  III  (zwischen  S.  24  und  S.  25).

Verkleinerte  Abbildung  einer  Seite  des  Codex
argenteus  der  Uhniversitätsbibliothek  zu  Upsala
(vgl.  S.  23),  die  Verse  3—7  aus  dem  Evangelium
des  Marcus,  Kapitel  VII  enthaltend.