_-  220  —

Umschrift  des  gotischen  Textes:
[Aivaggeljo]  thairh  [Marku].
indateis  niba  ufta  thwahand  handuns  ni  matjänd.
habandans  anafılh  thize  sinistane.  jah  af  mathla  niba
daupjand  ni  matjand.  jah  anthar  ist  manag  thatei
andnemun  du  haban  daupeinins  stikle  jah  aurkje  jah
Ratıle  jah  lıgre:  Ihathroh  than  frehun  ina  thai
fareisaieis  jah  thai  bokarjos.  duhwe  thai  siponjos
theinai  ni  gaggand  bi  thammei  anafulhun  thai
sinistans.  ak  unthwahanaim.  handum  matjand  hlaif.
ıth  ıs  andhafjands  gath  du  im.  thatei  waila  praufetida
esatas  bi  izwis  thans  liutans  swe  gamelith  ist.  so
managei  wairilom  mik  sweraith.  ith  hairto  ize  fairra
habaith  sik  mis.  ith  sware  mik  blotand.  laisjandans

mk  mth  ioh  luk
rnd

Zu  deutsch:

[Evangelium]  durch  [Markus]

[Die]  Juden,  wenn  [sie  die]  Hände  nicht  oft
waschen,  essen  nicht,  haltend  die  Gebote  [der]
Aeltesten.  Und  vom  Markt  [kommend],  wenn  [sie
sich]  nicht  waschen,  essen  [sie]  nicht.  Und  anderes
ist  viel,  das  [sie]  überkamen  zu  halten:  Waschungen
[der]  Becher  und  Krüge  und  Kessel  und  Lager.
Darnach  dann  fragten  ihn  die  Pharisäer  und  die
Schriftgelehrten:  „Warum  gehen  die  Schüler  dein
nicht  nach  dem,  [was]  die  Aeltesten  geboten,  sondern
  essen  [mit]  ungewaschenen  Händen  Brot?“