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alles  des  gutes,  des  hertzog  vride\rich  von  ÖOstereich
und  von  ‚Steyer  bei  seinem  leben  in  sein  gewalt  und  |
in  seiner  gewer!  unz:  an  sinen  tot  heit  bracht,  ez
weren  burge  oder  ;  dorfer  oder  swi?  ez  wer  genant,
und  solten  davon  zeitiei  ch  reht  tün®  swer?  ouf  .daz
selbe  güet  icht  ze  sprechen  5  het.  Über  dise  urtail  ze  |
qinem  urchunde  han®  wir  tun  henchen!  unser  Insigel
an  disen  brief.  \  Der  wart  gegeben  ze  Basele  an  dem
montage  vor  Tiburci  et  Valeriani®,  do  man  zalte  von
gotes  gebuerd  zweif  hundert  und  aht  und  ahzich  Jar,
an  dem  vumfeendem  Jare  unsers  Reichs”.

Die  vorstehende  Urkunde  ist  in  sprachlicher
Beziehung  höchst  lehrreich.  Obwohl  sie  zu  Basel,
also  auf  hochalemannischem  Boden  ausgestellt  ist,
zeigt  sie  vornehmlich  österreichisch-bairische  Spracheigentümlichkeiten.
  Nach  Oberdeutschland  im  allgemeinen
  weisen  Formen  wie:  chunich,  chunt,  ur-‘chunde;
  speziell  nach  Oesterreich  die  Wiedergabe
des  mhd.  ei  durch  ai  in  ainem  urtail;  ferner  lantloute
  für  mhd.  lantliute.  Eben  daher  stammt  dic
Diphthongierung  von  mhd.  i  zu  ei,  die  in  unserer
Urkunde  fast  überall  durchgeführt  ist:  reich,  Ostereich,
  vreien,  bei,  sein,  zeitleich  (=  mhd.  zitlih,
uhd.  zeitlich);  in  r“ichs  (Zeile  4)  ist  e  nachträglich
eingefügt;  nur  in  sinen  ist  altes  i  einmal  stehen
geblieben.  Das  beweist  uns,  dass  die  Diphthongierung
  von  mhd.  i  zu  ei  gegen  Ende  des  13.  Jahrhunderts
  in  der  österreichischen  Mundart  beinahe
vollendet  ist  (vgl.  $  ı8,  S.  130).

‚  Besitz.  ®  bis.  ®  wie,  wer  immer.  *  zeitig  entscheiden.
°  irgend  welche  Ansprüche.  ®  haben.  ?  hängen.  ®d.h.
ı2.  April.  ®  d.  h.  Regierung.