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Du  jedoch,  deulsches  Volk,  hast  eine  besondere  Verantwortung.
  Denn  Du.  bist  ein  erwähltes  Volk,  das  Israel  des  Neuen
Bundes,  der  Träger  einer  göttlichen  Weltmission,  in  deren  Durchführung
  Du  Dich  leider  bisher  als  halsstarrig  und  abtrünnig  wie
das  alte  Israel  erwiesen  hast  —  oder  nicht?  Wie  weit  war  es
doch  vor  dem  Ausbruch  dieses  Weltkriegs  mit  Dir  gekommen!
Weißt  Du  es  noch?  —  Dein  Abfall  von  Gott  und  Tanz  ums
goldne  Kalb  waren  allgemein  und  darum  um  so  abscheulicher.

Erkenne  doch  das,  halte  Einkehr  und  Umkehr  bei  Dir  selbst,
so  wird  Dir  der  Herr,  Dein  Gott,  wieder  gnädig  sein;  jedoch
nicht  ohne  weiteros.  Denn  also  spricht  der  Herr:  „Und  wenn
ihr  schon  eure  Hände  ausbreitet,  verberge  ich  doch  meine  Augen
von  euch;  und  ob  ihr  schon  viel  betet,  höre  ich  euch  doch  nicht.
Denn  eure  Hände  sind  voll  Bluts  und  Ungerechtigkeit.  Waschet,
reinigt  euch,  tut  euer  böses  Wesen  von  meinen  Augen,  laßt  ab
vom  Bösen;  lernei  Gutes  tun,  trachtet  nach  Recht,  helft  dem  Unterdrückten,
  schaffet  dem  Waisen  Recht  und  helfet  der  Witwen
Sache!  Wollt  ihr  mir  gehorchen,  so  sollt  ihr  des  Landes  Gut
genießen.  Weigert  ihr  euch  aber  und  seid  ungehorsom,  so  sollt
ihr  vom  Schwert  weitergesressen  werden.“

Höre  und  beherzige  doch  das,  deutsches  Volkl

Du  sehnst  Dich  nach  dem  Frieden,  versperrst  ihm  aber  selbst
den  Weg.  Denn  der  Großteil  in  Dir  will  ihn  ohne  Buße  und
Glaube  durch  eigne  Kraft  erringen,  um  sich  rühmen  und  sagen  zu
können:  „Meine  Hand  hat  mich  erlöst“  und  also  auch  weiterhin
im  Atheismus  zu  verharren.  Du  verläßt  Dich  auf  die  Tapferkeit
  Deiner  Heere,  die  Genialität  Deiner  Heerführer,  Deine  besseren
  42er,  Deine  besseren  Luftschiffe,  Deine  besseren  U-Boote,
Deine  bessere  Organisation,  Deine  bessere  Industrie,  Landwirtschaft
  und  Wissenschaft,  lauter  Dinge,  die  nicht  Dein  Verdienst,
sondern  Werke  und  Geschenke  des  Herrn  sind.

Darum  so  spricht  der  Herr:  „Du  sollst  den  Frieden  nicht
eher  erhalten,  Deutschland,  bis  du  mir  die  Ehre  gibst.“

Höret  es  doch,  deutsche  Männer,  Frauen  und  Kinder!  Ihr
sollt  den  Frieden  haben,  jedoch  nur  unter  der  soeben  vernommenen
Bedingung.  Darum:  Bereitet  dem  Frieden  den  Weg,  machet  richtig
  seine  Steige!  Füllet  die  Tiefen  und  Abgründe  des  Unglaubens
  mit  Glaube  aus,  traget  die  Berge  der  Sündenschuld  mit
Buße  und  Sühne  ab,  auf  daß  die  Täler  erhöht  und  die  Berge