Becken.

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Das  Becken.

Der  Beckenring  wird  durch  die  Schambeine,  die  beiden  Darmschaufelu
und  das  Kreuzbein  gebildet.  Wo  diese  Knochen  zusammentreffen  ist  nur
ganz  geringe  Beweglichkeit  möglich,  da  die  Gelenke  wenig  ausgebildet  sind.
Die  vorhandenen  Löcher  am  Becken  dienen  zum  Austritt  der  Gefäße  und
Nerven,  die  verschiedenen  Knochenränder  zum  Ansatz  zahlreicher  Muskeln.
Die  sogenannte  „Pfanne“,  d.  i.  die  Gelenkgrube  für  den  Gelenkkopf
des  Oberschenkels,  ist  anders  gebildet  als  die  Gelenkgrube  für  den
Kopf  des  Oberarmes;  infolgedessen  ist  die  Beweglichkeit  des  Beines  keine
so  große  wie  die  des  Armes.  Bei  ruhiger  Betrachtung  der  Verhältnisse
der  Knochen  des  Schultergürtels  und  des  Beckens  wird  dieser  Umstand
jedem  klar.

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Fig.  5.  Mänuliches  und  weibliches  Becken.

Männliches  Becken  von  vorn.  Weibliches  Becken  von  vorn.

1  Kreuzbein.  2  Gelenkfläche.  3  Schambein.,  1  Vorspringendes  Kreuzbein  (Promontorium).
4  Pfanne  des  Schenkelkopfes.  5  Gelentfläche.  2  Nervenlöcher.  3  Gelenktfläche.  4  Tarmbein.
6  Austrittsöffnung  für  Nerven  und  Gefäße.  5  Bänder.  6  Steißbein.  7  Gelenkpfanne.

7  Sitzbein.  8  Schambein.  9  Gelenkfläche.  10  Sitzknorren.

Da  das  Becken  beim  Weibe  größere  Aufgaben  hat  als  beim  Mannc,
sind  wir  auch  berechtigt,  nach  Unterschieden  zwischen  männlichem  und  weiblichem
  Becken  zu  fragen.  Sie  sind  auch  in  seiner  Gestaltung  zu  finden.

Das  weibliche  Becken  ist  flacher,  die  Darmschaufeln  sind  mehr  nach
außen  gebogen,  der  Eingang  in  die  Beckenhöhle  ist  weiter  und  kreisförmiger,
der  Winkel,  den  die  Scham=  und  Sitzbeine  bilden,  beim  Manne  spitzer,  beim
Weibe  stumpfer.  Im  ganzen  macht  das  weibliche  Becken  einen  breiteren  Eindruck,
  das  männliche  einen  tieferen  und  schmäleren.

Diese  Gestaltung  ist  zur  Erfüllung  der  Mutterschaftsaufgaben  notwendig,
denn  in  der  Beckenhöhle  —  dem  Raum  zwischen  Steiß-,  Sitz=  und  Schambeinen
  —  ist  die  Gebärmutter  wohlverwahrt  eingebettet  und  von  Darmschlingen