Blut.  17

rötlicher  und  zwar  wegen  des  Mehrgehalts  an  Sauerstoff.  Die  Menge  der
Kohlensäure,  die  unter  normalen  Verhältnissen  im  Blute  Gesunder  vorhanden
ist,  darf  gewisse  Grenzen  nicht  überschreiten,  da  sonst  Vergiftungserscheinungen
eintreten,  zuerst  mannigfache  allgemeine  Störungen,  nervöse  Erscheinungen,
Druck  im  Kopf  usw.,  bei  hochgradigen  und  plötzlichen  Vergiftungen
aber,  wie  beim  Zuschnüren
des  Halses  und  ähnlichem,  blaue
Verfärbung  des  Gesichtes,  Besinnungslosigkeit,
  Krämpfe,  Tod.
An  chronischer  Kohlensäurevergiftung
  leiden  alle  Menschen,  die
ihr  Leben  in  geschlossenen  Räumen
  mit  verdorbener  Luft  zubringen
  und  deren  träger,  verlangsamter
  Stoffwechsel  die  Abfuhr
der  sich  bildenden  Kohlensäure
nur  in  ungenügendem  Maße  besorgt.
  Reine,  sauerstoffreiche  Luft,
tüchtige  Muskelbewegung  und
kräftige  Atmung  sind  daher  allen  M
nötig,  um  sich  vor  solchen  Ge-  .

fahren  zu  bewahren.  Jig.  13.  Rote  und  weiße  Blutkörperchen.

Im  Menschenblute  findet  man  A  Mäßig  vergrößert;  die  roten  in  Geldrollen-.
  ««.  form,  bei  a  a  zwei  weiße  Blutkörperchen.
nach  einem  Experiment  von  Set=  8  Sürker  vergrößert,  von  vorn  gesehen.
schenow  34%  Sauerstoff.  20  C  Von  der  Seite.
[Denow  (6  Sauerstoff,  2  D  Noch  stärker  vergrößert.

Stickstoff,  63%  Kohlensäure.  E  Ein  rotes  Bentörverchen.  durch  Wasserauf-Der
  S  stoff  wi  nahme  geschwollen.
Ter  Sauerstof  wird  von  den  Fu.  G  Weiße  Blutkörperchen.
roten  Blutkörperchen  angezogen  K  Desgl.  nit  Essigsänre  behandelt,  wodurch  der
·  demtharwirx.
und  durch  den  Blutstrom  den  HHI  Rote  Blutkörperchen  in  Manlbeerform.
Organen  zugeführt.  Er  haftet  Nach  Huxley.

an  der  Oberfläche  der  Blutkörperchen

  und  zwar  an  dem  Hämoglobin,  dem  roten  Blutfarbstoff,  der  verhältnismäßig
  viel  Eisen  enthält.  Man  nimmt  an,  daß  dieser  Gehalt  an
Eisen  die  roten  Blutkörperchen  mehr  oder  minder  zur  Aufnahme  des  Sauerstoffes
  befähige  und  daß  er  sich  im  Blute  Bleichsüchtiger  wesentlich  vermindere.
Daher  die  Eisenkuren  der  älteren  Schulmedizin.

Wenn  also  unser  Blut  gesund  bleiben  soll,  so  ist  nicht  nur  Zufuhr
von  viel  reiner  und  sauerstoffreicher  Luft  nötig,  sondern  auch  eine  Blutbeschaffenheit,
  welche  die  Bindung  des  eingeatmeten  Sauerstoffes  ermöglicht.
Er  ist  der  „Lebensspender"“,  der  alle  Organe  in  Tätigkeit  erhält,  ohne  den
kein  Leben  möglich  ist.  Wäre  diese  Tatsache  allen  Menschen  bewußt,  so
würden  sie  sich  nicht  künstlich  in  geschlossene  Ränme  versetzen  und  nur

Dle  Frau  als  Hausärztin.  2