30  Verdauungsappvarat.

Wenn  man  sich  vorstellt,  wie  viel  besser  eine  breiige  Masse  von  einer
Flüssigkeit  durchdrungen  wird  al:  eine  klumpige  und  feste,  so  wird  man  auch

Schematische  1
Uebersicht  S
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  Ganmen.

2  Lippen.

3  Zunge,  darüb.

di:  Mundhöble.
Schlundkopf.
Kehlkopf.
Luftröhre.
Speiseröhre.
Mageneingang.
Magen.

10  Magenausgang.

oder  Pförtner.
11  Zwölffingerdarm.
2  Leerdarm.

□O—  S  Mn

*—
—

13  Krummdarm.

  17  Quer-1.1

  Blind-  Grimmdarm.
darm.  18  Absteigen-15

  Wurm-  der  Grimmfortsatz.
  dearm.

16  Aufsteigen-  19  Römisch.  S.

der  Grimmdarm.  20  Mastdarm.

begreifen,  welche  Rolle  unsere  Zähne  bei
dem  Verdaunungsgeschäft  spielen.  Ihre  gesunden
  Kauflächen,  ihre  ungebrochene  Widerstandskraft
  sind  uns  sowohl  zur  Genußempfindung
  beim  Essen  wie  zur  besseren
Bewältigung  der  Verdaunngsarbeit  unentbehrlich.


Die  Speiseröhre  als  Fortsetzung
der  Mundhöhle  ist  ein  schlaffer  Schlauch,
der  hinter  der  durch  Knorpelringe  steif  erhaltenen
  Luftröhre  liegt  und  durch  den
„Magenmund“  in  den  Magen  mündet.  Durch
den  Druck  des  Schluckaktes,  die  eigene  Schwere
der  verschluckten  Massen  und  die  Glätte  der
eingespeichelten  Bissen  gleiten  dieselben  abwärts.
  Sind  sie  einmal  zu  groß  oder  zu
trocken  gewesen,  so  fühlen  wir,  auch  mitunter
schmerzhaft,  dieses  Hinabrutschen.

Steckengebliebene  Fremdkörper  in  derselben
  und  starke  Schwellungen  bei  gewissen
schweren  Erkrankungen  können  nur  dann  auch
die  Atmung  behindern,  wenn  sie  die  Luftröhre
verengen  oder  zusammendrücken.

Der  Magen  ist  ein  häutiger  Sack,  je
nach  Alter  und  Art  der  Ernährung  von  verschiedener
  Größe;  er  ist  sehr  ausdehnungsfähig,
auch  beweglich  und  liegt  unter  dem  Zwerchfell
  in  der  linken  Hälfte  der  Bauchhöhle.

Er  besorgt  den  zweiten  Teil  der  Verdaunng,
  indem  er  die  Eiweißstoffe  löst  und
sie  in  Peptone  umwandelt.  So  wie  die  Mundhöhle
  den  Speichel  mit  dem  Stärke  verdanenden
  Bestandteil,  dem  sogenannten  Ptyalin,
  enthält,  so  besitzt  der  Magen  eine  andere
Flüssigkeit,  welche  aus  Salzsäure,  Pepsin
und  Wasser  besteht  und  bei  großer  Reizung
des  Magens  bis  zu  einigen  Litern  an  einem

Tage  sich  steigern  kann.  Für  Fleischnahrung  ist  also  die  Magentätigkeit
vor  allem  nötig.  Der  Magensaft,  der  stark  saner  riecht,  wird  von  der
Magenschleimhaut  abgesondert;  die  Menge  und  Beschaffenheit  ist  für  das