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Geschlechtsorgane.

(utriculus  masculinus).

licher  Uterus  gefunden  worden.
In  I  der  nachfolgenden  Zeichnung  erkennen  wir  den  Indifferenzzustand,

wie  er  bei  jedem  menschlichen  Embryo  (Leibesfrucht  von  zwei  Monaten)  zu

1  Indifferenter  Zustand,
geschlechtslos.

!I!  Mämlicher  Typus
#—

5

1  Müllerscher  Gang.

2  Wolffscher  Gang.

3  Keimdrüsen  (Hoden
oder  ovarium).

4  Genitalschlauch.

5  Nebenhoden.

6  Gebärmntter.

Fig.  28.  Entwicklung  der  inneren  Geschlechtsorgane.
Vergrößert  nach  Landoits.

7  Frausen  des  Eileiters
mit  Eileiter  (Tube).

8  Verkümmernder  Wolffscher
  Gang.

9  Scheide.

10  Eierstock,  ovarium.

In  seltenen  Fällen  ist  anch  beim  Manne  ein  wirkfinden

  ist.  Im  dritten
Monat,  wenn  dieser
menschliche  Gestalt  anzunehmen
  pflegt  und  dann
Fötus  genannt  wird,
entwickelt  sich  langsam
der  Geschlechtstypus,  und
wir  finden  allmählich  die
Formen  von  II  und  III
unserer  Zeichnung.  Bei
II,  dem  männlichen  Typus,
  sehen  wir  die  Verhältnisse
  im  Becken  vor
dem  Herabsteigen  des
Hodens  und  nach  Verkümmerung
  des  unnötig
gewordenen  Müllerschen
(inneren)  Ganges,  bei  III
dagegen,  dem  weiblichen
Typus,  den  Müllerschen
Gang  erstarkt  und  den
Wolffschen  (äußeren)  verkümmert.


Wir  haben  also  auch
bei  den  inneren  Geschlechtsorganen
  gleiche
Anlagen  und  selbst  bei
weiterer  Entwicklung
noch  ähnliche  Gebilde  bei
beiden  Geschlechtern.

Hinsichtlich  der  Funktion
  der  Geschlechtsorgane
  ist  noch  zu  sagen,

daß  sie  für  den  weiblichen  Organismus  eingreifender  ist  als  für  den  männlichen.
Während  beim  Manne  der  Abgang  der  Samenzellen  an  keine  bestimmte  Zeit
gebunden,  wohl  aber  seinem  Willen  unterworfen  ist,  hat  die  Frau  im  geschlechtsreifen
  Alter  an  bestimmte  Zeitabschnitte  gebundenen,  unwillkürlichen  Abgang
ihrer  Keimzellen,  der  sogenannten  Eier,  und  hat  außerdem  die  Ausreifung