152  Kleidung.

muß  er  in  erster  Linie  Luft  haben  wie  die  Hand,  und  muß  täglich  gebadet
werden  wie  die  Hand,  müssen  die  Nägel  geschnitten  und  wohlgeformt  werden
wie  an  der  Hand,  —  dann  erst  wird  er,  was  er  eigentlich  ist.  Aber  wo
findet  man  solche  Füße?!
Bei  den  meisten  Männern
sind  sie  infolge  der  Miß—
handlung  durch  schwere
Stiefel  der  ekelhafteste
Körperteil  geworden;  bei
den  Frauen  ist  dies  wohl
weniger  der  Fall,  weil  sie
weniger  körperlichen  Anstrengungen
  unterworfen
sind,  auch  leichtere  Fußbekleidung
  tragen,  zum  Teil
auch  ihren  Körper  mehr
pflegen;  dennoch  ist  ein

EN  ßf  Fig.  rara  schlecht  „  *  ü„  normaler  und  ganz  gesunder
aturliche  Futzform.  Dur  echtes  Schuhwer  .  :  „
verfrüppelte  Füße.  Fuß  auch  bei  ihnen  recht

selten  zu  finden.
Die  häufigste  bei  den  Frauen  auftretende  Fußform  ist  die  auf  Fig.  100  und
Fig.  101  gezeichnete.  Zurückgedrängte  große  Zehe,  übereinandergestülpte  Zehen,
Krallenstellung  derselben,  aufgetriebener  Ballen,  verkümmerte
  „kleine  Zehe“  —  ein  häßliches,  mißgestaltetes
Ding,  das  man  unrechtmäßigerweise  noch  „Fuß“
nennt!  Und  dies  alles  ist  nur  die  Folge  der  falsch
geschnittenen  und  undurchläsigen  Schuhe.

Um  ein  „spitziges,
schmales  Füßchen“  zu
erzielen,  müssen  die
Zehen  eingequetscht  werden,
  müssen  die  natürlichen
  Verhältnisse  des
Jußes  ganz  verschoben
werden.  Aus  Zeichnung
Fig.  99  ersehen  wir  die
normale  Fußgestalt,  bei

Fig.  102.
Sohlenumrisse,  wie  sie  sind

Fig.  103.
*,  .  Trikot-Wollschuh  mit  Lederbesatz
und  wie  sie  sein  sollten.  welcher  eine  Linie,  die  firizet  lollschuh  mitederkel

von  der  Mitte  der  Ferse
gezogen  wird,  auch  die  Mitte  der  „Großen  Zehe“  trifft,  was  bei
Fig.  100  und  101  nicht  möglich  ist.  Um  allen  Lesern  einen  Maßstab  zu  geben,
bringen  wir  auf  Fig.  98  die  Zeichnung  eines  gesunden  und  schönen  weiblichen