Kleidung.  153

Fußes,  von  oben  gesehen.  Wir  bemerken  daran  die  geraden,  schön  geformten
Zehen  mit  wohlgebildeten  Nägeln,  die  harmonischen  Verhältnisse  des  Ganzen
und  kein  bedeutendes  Hervorspringen  des  Gelenkes  der  großen  Zehe  (des
„Ballens“).  Mehr  oder  minder  könnten  wir  alle  durch  richtige  Behandlung
solch  schöne  Füße  haben!

Wir  erlangen  dies,  wenn  wir  schon  dem  Kinderfuße  Luft  gewähren  und
ihn  vor  jedem  Druck
bewahren.  Barfußlaufen,
  wo  und  wie
es  nur  immer  möglich
ist,  dann  Sandalen,
je  nach  der  Jahreszeit
  mit  und  ohne  4
Strümpfe,  undschließ-  —1
lich  gegen  Kälte  und  „lechtschud.
schlechte  Wege  Wolltrikot-  und  Tuchschuhe.  Wer  nebenbei  seinen  Fuß  noch
recht  häufig  mit  warmem  Wasser  und  mit  Seife  reinigt,  unnötige  Be—
schmutzung  verhindert,  indem  er  zu  Hause  beispielsweise  antike  Sandalen
trägt,  der  behält  auch  einen  „feinen“  Fuß.  Zu  seiner  Gesundung  und  Er—
frischung  ist  morgendliches  Taulaufen  äußerst  wohltätig,  doch  ist  dies  ohne
Sandalen  gemeint.

Selbstredend  eignet  sich  nur  ein  normaler  Fuß  für  ganz  offene  Sandalen.
Wer  verkrüppelte  Zehen
und  allerlei  Auswüchse
an  seinen  Füßen  hat,
der  erspare  diesen  unangenehmen
  Anblick
seinen  Nebenmenschen,
wähle  halboffene  Sandalen,
  die  den  Juß.

Gebrä  uen  d  mehr  verhülllen,  oder  Mod  *  h,  wi
Bebräuchlichste  mod  erne  -·  -.ocrncr·acniu,tc
Sandale.  die  Flechtschuhe,  wie  er  nicht  sein  soll.

1
7  -  WV
—-Fig.

  105.

Fig.  104.  Antike  Sandale.

sie  Dr.  Lahmann  eingeführt
  hat.  Wir  geben  hier  abgebildet  fünf  verschiedene  Fußbekleidungen,  die
genaue  Betrachtung  verdienen.  Fig.  104  ist  schön  und  natürlich,  wie  alles,
was  von  der  Antike  stammt;  Fig.  105  praktisch  und  schon  im  allgemeinen
Gebrauch;  Fig.  106  hat  sich  gut  bewährt  und  wird  immer  bekannter.
Fig.  103  ist  für  die  kalte  Jahreszeit  der  beste  Schuh  für  Städterinnen,  dagegen
würde  sich  Fig.  108  und  109,  Goßmanns  Normalstiefel,  mehr  für  Fußtouren
  und  schlechte  Wege  eignen;  Fig.  107  jedoch  ist  ein  gewöhnlicher  Schuh,
wie  er  nicht  sein  sollte:  eng,  spitzig,  doppelseitig,  undurchlässig,  mit  hohen
Hacken  usw.,  ganz  so,  wie  er  immer  ist,  um  aus  der  natürlichen  Fußform