Kleidung.  159

Schwerfälligkeit  im  Außern  der  Frau  verschwinden,  und  keinerlei  gesundheitsschädlicher
  Einfluß  würde  den  Körper  der  Frau  mehr  treffen.

Das  Beinkleid  ist  dadurch  zu  einem  sehr  wichtigen  Kleidungsstück  geworden.
  Es  kann  geschlossen  oder  in  der  Naht  offen  getragen  werden.  Die
Zeichnung  Fig.  112  zeigt  uns  ein  geschlossenes  Frauenbeinkleid,  wie  es  auch
zum  Radfahren  sich  sehr  gut  eignet.  Es  ist  aus  Trikot  angefertigt  und  je
nach  der  Jahreszeit  dünn  oder
dick,  dunkel  oder  hell,  für

Radfahrkostüm  am  besten
schwarz,  um  zu  schwarzen
Strümpfen  besser  zu  passen.
Im  Schritt  wird,  wie  b  zeigt,
ein  Zwischenteil  eingeschoben
  (nicht  geknöpft),  welcher
das  Beinkleid  stets  geschlossen
erhält.  Es  fällt  sehr  gut,  gibt
größere  Freiheit  in  der  Bewegung
  und  hält  das  Bein  viel
wärmer  als  die  engen  alten
Schnitte,  die  meist  nicht  einmal
  das  Hemd  am  Unterkörper
festhalten,  noch  viel  weniger  den
Unterkörper  vor  Erkältungen
zu  bewahren  vermögen.  Wer

unverschiebbaren  Schluß
wünscht  und  den  Bund  nicht
öffnen  will,  der  muß  Knöpfe
anbringen.  Die  Strümpfe
können  entweder  an  den  Beinschluß
  der  Hosen  geknöpft  oder
mit  Gummiband  an  dem  Rockträger
  befestigt  werden.  "4

Das  Trikothemd  ist  viel  Fig.  116.  Turnkleid.
weniger  bauschig  als  Leinen  und
Schirtingwäsche  und  bildet  auch  niemals  harte,  einschneidende  Falten,  was
besonders  von  der  vortrefflich  ventilierenden  und  weichen  Buddeschen
Wäsche  zu  sagen  ist.  Der  ganze  Körper  der  Frau  ist  dann  ebenso  locker  und
einfach  bekleidet  als  jener  des  Mannes,  der  unter  gewöhnlichen  Umständen
auch  nur  zwei  Kleiderschichten  auf  dem  Leibe  hat.

Eine  stark  entwickelte  Büste  bedarf  entschieden  einer  Stütze.  Fräulein
Hardt  hat  diese  mit  dem  „Rockträger“  sehr  glücklich  vereinigt,  indem
sie  männliche  „Hosenträger“  mit  dem  QOuerteil,  der  die  Brüste  trägt