164  Kleidung.

uns  erst  die  nenerdings  aufgetauchten  Gewebe  (Büsso-Stoffe,  Goßmanns  und
Buddes  Gewebe)  bewiesen,  in  wie  unangenehmer  Weise  Baumwoll-Trikot  die
Ausdünstungsstoffe  der  Haut  festhält.  Man  muß  sehr  oft  ein  Trikothemd
nur  deshalb  wechseln,  weil  es  schon  zu  übel  riecht,  ohne  wirklich  schmutzig  zu  sein,
während  in  derselben  Zeit  ein  Hemd  aus  den  genannten  durchlässigen  Geweben
eine  gutentwickelte
Nase  nicht  unangenehm
  berührt.  Man
gewöhnesich  nur,  sein
Riechorgan,  die  Nase,
recht  fleißig  zu  üben,
dann  wird  sie  unfer
Führer  sein.
Das  wollene
--  Frauenkleid,  Fig.
*  115  (etwa  fünfhun-1
  dert  Jahre  vor
Christo),  gibt  uns
eine  Vorstellung  davon,
  wie  praktisch
und  gut  ausgearbeitet
  die  weibliche
Kleidung  im  Norden
damals  schon  war.
Die  beiden  Straßenkleider
  aus  Dr.  Lahmanns
  Burch  stelleneirfacheund
  prak-½%
  tische  Kostüme  dar,
,,.  die  locker  sind,  auch

5  «  beliebig  verziert  und

—iie  ’Wer  zu  allen  Zeiten  getragen
  werden  kön-Fig.

  125.  Zwei  Salonkleider,  anmutig  und  elegant.  nen.  Sie  haben  eine
gewisse  Ahnlichkeit

mit  dem  historischen  Gewand.  —  Um  weitere  Anregungen  zu  geben,  verweisen

  wir  noch  auf  die  Reformkostüme  auf  unseren  Tafeln  21  und  25
und  auf  Fig.  121  und  122,  sowie  auf  unser  Turnkleid  Fig.  116,  die
sämtlich  hygienisch  und  hübsch  sind.

Sobald  einmal  die  richtigen  Prinzipien  gewonnen  sind,  ist  es  jeder  denkenden
  Frau  leicht,  sich  nach  den  gegebenen  Anregungen  eine  ebenso  vernünftige
wie  schöne  Kleidung  zusammenzusetzen.  Unter  „Reformkleider“  versteht  man